So heißen die Straßen „am Tannenwäldle“

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Das Baugebiet "Wohnen am Tannenwäldle" von oben betrachtet im Februar 2022.
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Zwei bedeutende Aalener Frauen mit jüdischem Hintergrund.

Aalen. Für die Benennung der Straßen im künftigen Aalener Wohngebiet am Tannenwäldle sind jetzt die Würfel gefallen. Die beiden Straßen werden nach zwei bedeutenden Aalener Frauen mit jüdischem Hintergrund benannt: Frieda Heilbron und Annemarie Tugendhat. „Als Mahnung für nachfolgende Generationen“, so OB Frederick Brütting. Der Name der Haupterschließungsstraße „Am Tannenwäldle“ bleibt bestehen. Der Gemeinderat stimmte bei einer Gegenstimme zu.

Einen entsprechenden Vorschlag hatte die Stadtverwaltung den Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung unterbreitet. Damit folgt die Stadt den beiden Vorschlägen, die Armin Abele für die CDU-Fraktion zehn Tage zuvor im beratenden Gemeinderatsausschuss eingebracht hatte. Beide Frauen, so Brütting, wurden aufgrund ihrer jüdischen Herkunft im Nationalsozialismus verfolgt. Frieda Heilbron wurde im Vernichtungslager Treblinka ermordet. Laut OB wolle man Ulla Haußmann, den Vorschlag der SPD, bei einem neu zu vergebenden Straßennamen in Ebnat berücksichtigen. „Ihr Wohnort Ebnat war ihr immer sehr wichtig.“

Monika Brauch-Siedler (Grüne) plädierte, dass auch ihr Vorschlag „Annelies Kohleiss“ alsbald berücksichtigt werde. 

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