So klappt bewerben trotz Corona

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Bewerbungsgespräche werden aktuell meist online geführt. Symbolfoto: Adobe Stock

Aktuell läuft vieles anders als sonst – auch in Sachen Ausbildungssuche. Tipps für angehende Azubis.

Aalen

Der Schulabschluss steht bevor – was nun? Die Corona-Pandemie stellt an zukünftige Auszubildende ganz neue Herausforderungen. In den kommenden Wochen wollen wir angehenden Azubis Tipps für Bewerbungen und die Suche nach einem Ausbildungsplatz geben.

Andreas Neubauer von Mapal und Simone Kettemann, Teamleiterin Personal bei SDZ Druck&Medien, erläutern, wie junge Menschen auch in diesen Zeiten mit digitalen Ausbildungsmessen eine gute Orientierung erhalten und mit Unternehmen in Kontakt kommen.

Was hat sich für Ausbildungsplatzsuchende durch die Pandemie verändert?

Simone Kettemann: Der ganze Prozess der Ausbildungsplatzsuche ist plötzlich noch digitaler geworden. Und diese Möglichkeiten sollten möglichst gut genutzt werden – egal ob es Tools vom Arbeitsamt wie "New Plan" oder "Check-U" sind, die Hilfe bei der Orientierung bieten, oder digitale Messen wie STARTit!. Wir hoffen natürlich alle, dass die momentane Situation bald wieder besser wird. Aber deswegen sollte man die Ausbildungsplatzsuche nicht aufschieben. Denn niemand weiß, wie lange die aktuelle Situation noch andauert.

Was bedeutet die Umstellung für die Industrie, die Auszubildende sucht?

Andreas Neubauer: Normalerweise werden wir von Schulklassen besucht, bieten Praktika an und sind auf den Ausbildungs- und Studienmessen in der Region vertreten. Aber das ist gerade alles nicht möglich. Von heute auf morgen war alles anders. Die Kenntnis von den digitalen Messen ist noch nicht so weit verbreitet. Verständlich, denn das ist auch eine harte Umstellung. Gerade bei den klassischen Messen waren es oft die Eltern, die mit ihren Kindern auf Erkundungstour gehen. Und da kommt man dann eben mit den Jugendlichen ins Gespräch. Wenn das fehlt, dann fehlen oft auch die Bewerber.

Was ist zu beachten, wenn man auf der digitalen Messe unterwegs ist?

Simone Kettemann: Wir sind am virtuellen Stand persönlich ansprechbar. Generell kann man mit uns über den Chat, aber auch per Video Kontakt aufnehmen. So können Interessierte alle Fragen in einem persönlichen Gespräch abklären. Hierbei ist es sinnvoll, sich im Vorfeld Infos über das Unternehmen einzuholen. Am besten man stellt sich kurz vor und erläutert, was man sucht.

Welche Vorteile bringt ein Videochat?

Simone Kettemann: Die Arbeitsplatzsuchenden haben trotz der Pandemie die Chance, einen persönlichen Eindruck zu hinterlassen. Durch die digitale Ausbildungsplatzmesse ist ein Kennenlernen ohne Maske möglich.

Was erwartet Besucher der digitalen Messe am Stand von Mapal?

Andreas Neubauer: Die Interessenten können uns einfach über die Chatfunktion anschreiben, oder über den Videochat direkt mit uns ins Gespräch kommen. Wir bieten ein breites Spektrum an interessanten Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten.

Hat sich durch Corona etwas am Bewerbungsablauf geändert?

Simone Kettemann: Schon vor Corona lief ein großer Teil der Bewerbungen digital ab. Aber nun ist es noch ratsamer, sich online zu bewerben, da die Mitarbeiter größtenteils aus dem Homeoffice arbeiten.

Wie bewirbt man sich richtig?

Simone Kettemann: Ansonsten läuft die Bewerbung klassisch ab. Auf die Form sollte geachtet werden, ebenso wie auf vollständige Unterlagen und den Bezug zum Unternehmen. Wenn man bei der STARTit!-Messe schon persönlichen Kontakt hatte, dann sollte das auch ins Anschreiben. So erinnern sich die Verantwortlichen schnell wieder an den Bewerber. Die Bewerbung sollte nicht aufgeschoben werden, auch wenn wegen Corona kein perfektes Bewerbungsfoto vorliegt.

Welche Erfahrungen haben Sie mit den Online-Vorstellungsgesprächen gemacht?

Simone Kettemann: Wir führen die Gespräche per Videochat oder, falls nicht anders möglich, per Telefon durch. Aktuell haben wir durchweg positive Rückmeldungen auf die Online-Vorstellungsgespräche erhalten.

Was ist zu beachten?

Simone Kettemann: Gerade bei Online-Bewerbungsgesprächen ist es wichtig, vorab die Technik zu testen. Auch ein neutraler Hintergrund ist von Vorteil. Der bewerbungstypische Dresscode sollte beachtet werden – auch aufrecht sitzen und den Blickkontakt wahren. Wenn dann noch Störungen vermieden werden, kann einem erfolgreichem Vorstellungsgespräch eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

Was ist beim Bewerbungsgespräch noch wichtig?

Andreas Neubauer: Beim Gespräch selbst sollte man sich schon über den Beruf oder den Studiengang ausführlich informiert haben, auch Informationen über Mapal und unsere Produkte sind durchaus hilfreich. Neben den Noten und dem gesamten Erscheinungsbild spielt auch die Sozialkompetenz eine entscheidende Rolle. Das zeigt sich beispielsweise an Hobbys, Vereinszugehörigkeiten, Nebenjobs und Praktika.

Die digitale "STARTit!"-Messe in Aalen ist am Freitag, 26. Februar, von 9 bis 18 Uhr unter www.startit-messen.de. Offizielle Messeförderer sind die Kreissparkasse Ostalb, Mapal, Franke und Hensoldt.

Simone Kettemann
Andreas Neubauer

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