So sieht's im neuen KubAA aus

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Das Foyer im Zentrum des KubAA. Hier können die Veranstaltungsgäste etwas trinken, von hier aus kommt man auch ins Theater oder ins Kino am Kocher.
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Bevor der Kulturbahnhof an diesem Wochenende eröffnet wird, durfte auch die Schwäbische Post bei einer Führung schon mal hinter die Mauern blicken.

Aalen

Zwischendurch waren wir schon mal verzweifelt." Das gesteht Aalens Oberbürgermeister zu Beginn eines Rundganges mit Hellmut Schiefer vom Stuttgarter Büro "a+r Architekten" und Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann durch den neuen Kulturbahnhof am Donnerstag. Verzweifelt, weil der Bühnenbau des Theaters offenbar nicht so lief, wie man sich das vorgestellt hatte. "Die heiße Nummer ist gelungen, das sah vor 14 Tagen noch anders aus", kann Rentschler nun beruhigen. Trotzdem werde bei der Eröffnung des 26-Millionen-Bauwerkes noch nicht jede einzelne Steckdose sitzen. Auch nach der Eröffnung sei noch das ein oder andere zu erledigen.

Hier geht es rein

Details wie Steckdosen, die hat man erst einmal nicht im Blick, wenn man durch den Haupteingang in der Düsseldorfer Straße in das Gebäude tritt. Rechts die Treppe hoch geht es in die Musikschule, weiter im Gebäude dann ebenfalls ins Kino, wie Hellmut Schiefer erklärt. Dort arbeiten immer noch die Kinomacher eifrig, damit am Freitagabend der erste Film "Shakespeare in Love" aus den neuen roten Samtsessel heraus genossen werden kann. "Der Projektor kann gedreht werden. Dadurch wird im Innenhof auch Open-Air-Kino möglich sein", erklärt Rentschler.

Ein Saal für 300 Gäste

Gemütlichkeit im Kino, imposante Einsichten im großen Saal. Dort regiert die ehemalige Orgel der Markuskirche von der Empore aus den Saal, der – in Nicht-Pandemiezeiten – für 300 Gäste ausgerichtet ist. Möglich wurde deren Einbau auch durch die Unterstützung der Dr. Wilfried- Palm-Stiftung, so Rentschler.

Altes erhalten, wie etwa die Orgel an einem neuen Bestimmungsort, das war beim Gebäude selbst aber längst nicht überall nötig. Die alten gusseisernen Säulen im Foyer mussten ersetzt werden, weil sie nicht stark genug gewesen seien, um die darüberliegende Musikschule zu tragen, wie Schiefer erklärt. Rentschler lobt die "wohl längste Bar" in der Region, die allerdings ohne Vollküche ausgestattet sei. Diese werde bei Veranstaltungen von der GS Gastronomie betrieben.

Zwischendurch waren wir schon mal verzweifelt.

Thilo Rentschler, Oberbürgermeister

Neue Säulen im Foyer

Eine durchgehende Bewirtung des Foyers sei momentan betriebswirtschaftlich "sinnlos", ergänzt Karl-Heinz Ehrmann. Theoretisch sei zumindest baulich auch ein Biergarten vor dem Eingang oder im Hofbereich möglich, erklärt Hellmut Schiefer. Hier setzte man auf eine spätere Symbiose mit dem Steigenberger Hotel, das in der Nachbarschaft entsteht, sagt der OB.

Keine Theater-Blackbox

Durchs Foyer geht es weiter in den Theaterflügel mit dem großen Saal, der bis zu 199 Zuschauer fassen kann. Dadurch, dass man hier keine Blackbox, sondern auch viele Tageslichtfenster habe, seien im Saal auch Konzerte oder andere Formen von Kulturveranstaltungen möglich, so Schiefer. Schwarze Vorhänge gibt es dort trotzdem.

Weiße Wände, durchbrochen von Kunstwerken, und heller Holzboden empfängt einen dagegen in der Musikschule. Die Schalltrennung von Theater und Musikschule sei eine "ganz große Anforderung gewesen", so Schiefer. Dass die wohl gelungen ist, darauf weist Musikschulleiter Chris Wegel im Probensaal hin. Dort könne man "Rambazamba" machen, selbst das Kino darunter würde nicht stören. Dass die Akustik stimmt, beweist indes eine junge Musikern. Patricia Hirt spielt bei der Führung ein Ständchen auf der Klarinette. Ein Klang, ganz und gar nicht zum Verzweifeln.

Tag der offenen Tür am Sonntag, 4. Oktober, ab 11 Uhr

Die Führungen am Sonntag, 4. Oktober, dem Tag der offenen Tür, sind bereits ausgebucht. Die Stadt Aalen weist auf www.aalen.de darauf hin, dass es in den kommenden Monaten weitere Führungen geben wird.

Besucher erhalten am Sonntag vor Einlass einen Eintrittspass, der beim Verlassen wieder abgegeben werden muss. Für jeden Veranstaltungsort (Kulturbahnhof, Gaskessel oder Hugs Weinkontor) gibt es einen extra Pass. Dabei werden Name, Adresse, Telefon sowie Zeiten der Anwesenheit pro Haushalt erfasst. Die Pässe stehen auch unter www.aalen.de zum Download bereit und können vorab ausgefüllt werden.

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