So viel Sehnsucht nach Stumpfes „Heimspiel“ wie nie

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Die Stumpfes in der Stadthalle beim Heimspiel.
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Die Stumpfes begeistern über 1000 Menschen bei ihrem „Heimspiel“ in der ausverkauften Stadthalle mit viel Spiellaune und Schabernack.

Aalen

Es hat allen gefehlt, das „Heimspiel“ der „Stumpfes“ in den vergangenen zwei Jahren – den vier Musikern „Selle“, „Flex“, „Manne“ und „Benny“, und vor allem dem Publikum. Diesen Eindruck jedenfalls vermittelte das Publikum eindrucksvoll in der ausverkauften Aalener Stadthalle beim traditionellen „Heimspiel“ zum Jahresende.

Als sich der Saal mit den über 1000 Besucherinnen und Besuchern füllt, ist auf der Bühne alles wie in den Jahren vor Corona: Jede Menge Zupf-, Blas- und sonstiger – auch ausgefallener - Instrumente; Nachttischlampen auf Klavier und am Schlagzeug und das Schild „Herrn Stumpfes Zieh- und Zupf-Kapelle“ im Hintergrund, gut beleuchtet.

„Jippie-ja-je“ – endlich wieder „drhoim“. Die Vier künden gleich zu Beginn ein Hörerlebnis an, biete man doch Musik und Texte mit Niveau, „net so an Hommelsoich“ wie andere. Nicht zu viel versprochen: Das Publikum erlebte mit einem großen Repertoire aus über 30 Jahren skrupelloser Hausmusik mitsamt Einblendung einiger neuer Lieder einen höchst vergnüglichen Abend.

Von Beginn beim „Lied der Stumpfes“ über den „Muggagiddrmoa“ waren die Besucher gleich dabei. Musik, Humor, Gestik und Mimik der Vier, Dialoge zwischen den Stücken - auf Lacher und Mitklatschen brauchte man nicht lange zu warten.

„Wenn's in Oala klappt, klappt's iberall“, lobte „Flex“ Flechsler die Aalener. Er, Marcel „Selle“ Hafner, Manfred „Manne“ Arold und „Benny Banano“ zeigten sich in Spiellaune und voller Tatendrang. Wie üblich gab es wilde Instrumentenwechsel, beherrscht doch jeder scheinbar das gesamte klingende und trötende Sammelsurium auf der Bühne. Und das besteht immerhin aus über 20 Instrumenten.

Der „Heimspiel -Tripp“ reichte vom Stück eines Männergesangvereins „Liebchen willst du…“ als Chor-Vortrag, einem Kinderlieder Medley auf „Girl from Ipanema“, einem innig gespielten Instrumentalstück von Django Reinhardt bis zur Ode auf die südländische Frau eines Freundes auf „Bella Ciao“, das bei den Stumpfes zu „Des koa se au“ wird. Das Publikum klatscht, singt zum Teil mit, ist begeistert. Die Pause wird natürlich wieder mit ins Publikum geworfenen Broten angekündigt, „I han aber frische g'macht“, beruhigt Flex.

Weiter geht's mit „Heut nemme, und morga net glei“. Fehlen darf natürlich nicht Selles Rezept für ein Linsengericht und auch nicht die Aufforderung zum gelegentlichen „Abschalda“ und die Kritik an „Was man et alles sott“. Die Zuhörer wurden mitgenommen und waren – wie immer – aus dem Häuschen. Klar, dass sie die vier am Schluss nicht ohne Zugabe gehen lassen. Zunächst kommt „Sabine Mayer“, und beim „Bemberle“ stehen so gut wie alle Zuhörer auf gehen begeistert mit. Auf ein neues „Heimspiel“ dann Ende dieses noch neuen Jahres.!

Das „Heimspiel“ der Stumpfes gehört zum Jahreswechsel wie die Glücksbringer zu Silvester. Foto: je
Die Stumpfes ohne Klamauk - das wäre wie Silvester ohne Neujahr.
Die Stumpfes in der Stadthalle beim Heimspiel.
Die Stumpfes in der Stadthalle beim Heimspiel.
Die Stumpfes in der Stadthalle beim Heimspiel.
Die Stumpfes in Aalen.
Die Stumpfes in der Stadthalle beim Heimspiel.
Die Stumpfes in der Stadthalle beim Heimspiel.
Die Stumpfes in der Stadthalle beim Heimspiel.

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