Soldaten testen Besucher in Altenpflegeheimen auf Corona

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Tobias Witt (links) und Frank Abele (2. v. l.) von der Landkreisverwaltung besprechen mit dem Ulmer Vorauskommando und dem Leiter des Kreisverbindungskommandos, Major Ludwig Stegmaier (stehend), wie der Einsatz im Einzelnen ablaufen wird.

Ab Montag helfen 23 Bundeswehrsoldaten drei Wochen lang bei den Testungen. 22 Einrichtungen im Ostalbkreis haben Bedarf gemeldet. 

Aalen. Ab Montag, 1. Februar, werden 23 Bundeswehrsoldaten die erforderlichen Corona-Antigen-Schnelltests bei Besuchern in Altenpflegeeinrichtungen durchführen. Das teilt die Kreisverwaltung am Freitag mit. Ein Vorauskommando des Multinationalen Kommandos Operative Führung aus Ulm war diesen Freitag im Aalener Landratsamt, um Details für den Einsatz im Ostalbkreis zu besprechen.  

"Wir sind sehr dankbar, dass unser Hilfeleistungsantrag, den wir über das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr gestellt haben, kurzfristig bewilligt wurde", betont Landrat Dr. Joachim Bläse. "Gleich nachdem Kanzleramtsminister Helge Braun in einem Schreiben an alle Landräte über dieses Angebot informiert hatte, haben wir den Bedarf in unseren Einrichtungen abgefragt. 22 davon haben uns mitgeteilt, dass sie Soldatinnen und Soldaten einsetzen wollen. Ziel sei es, die Beschäftigten in den Einrichtungen in Zeiten von Corona während ihren erschwerten Arbeitsbedingungen bestmöglich zu unterstützen. Die Testung von Besuchern und anderen Externen, die in die Einrichtung möchten, wie etwa Seelsorger, Physiotherapeuten oder Handwerker, durch die Bundeswehr stellt eine große Hilfe und Entlastung dar", so der Landrat weiter.

Einweisung im Kreisimpfzentrum

Insgesamt 23 Soldatinnen und Soldaten werden am Montagmorgen von Ulm aus anrücken. Zunächst erhalten sie im Kreisimpfzentrum vom Ärztlichen Leiter Peter Schmidt eine Einweisung, wie die Antigen-Testungen durchzuführen sind. Neben dem eigentlichen Testen durch Nasen- oder Rachenabstrich stehen dabei auch Hygieneschutzmaßnahmen auf der Agenda. Im Aalener Landratsamt ist ein Büroraum eingerichtet, von dem aus ein Soldat die Einsatz-Koordination seiner 22 Kameradinnen und Kameraden übernimmt. 

Nach der Einweisung im Impfzentrum werden die Soldatinnen und Soldaten in die Heime gehen, um sich mit der Situation vor Ort vertraut zu machen und alles für die Testungen vorzubereiten. Die ersten Tests können dann - wo entsprechend den Besuchszeiten in den Heimen erforderlich - bereits am Montagnachmittag erfolgen. Für zunächst drei Wochen ist der Einsatz geplant. Die Soldatinnen und Soldaten werden in Aalen untergebracht und verpflegt. Um die Anfahrt in die Heime zu gewährleisten, stehen Fahrzeuge zur Verfügung, die der Ostalbkreis für die Dauer des Einsatzes angemietet hat.

Im Anschluss an den Bundeswehreinsatz sollen die Soldatinnen und Soldaten durch Personal abgelöst werden, das durch einen öffentlichen Aufruf der Bundesanstalt für Arbeit gewonnen werden soll. Dieses Personal soll dem Sozialministerium zufolge den Einrichtungen zur Verfügung stehen, bis sich durch die angelaufene Impfkampagne die Situation entspannt hat.

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