Sparkasse investiert in Filialen

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So soll die neue Sparkassen-Filiale in Unterschneidheim einmal aussehen. Visualisierung: KSK/Bauwerk-4
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Bank plant keine Schließungen, sondern will in Niederlassungen investieren.

Aalen. Mehr als fünf Millionen Euro an Aufträgen hat die Kreissparkasse Ostalb an regionale Handwerker und Dienstleister im vergangenen Jahr vergeben, um Filialen im Ostalbkreis zu erneuern oder zu modernisieren. 2020 waren die Niederlassungen in Spraitbach, Bettringen und Neuler an der Reihe, das dritte Obergeschoss in der Aalener Hauptstelle wurde überdies umgebaut. 2021 folgen dann unter anderem die Geschäftsstellen in Unterschneidheim und Ebnat.

"Die Filialen erleben nach der Corona-Pandemie ihren zweiten Frühling", führt Vorstandschef Markus Frei als einen der Gründe an. Zudem sollen noch in diesem Jahr der Kundenempfang in der Hauptstelle Schwäbisch Gmünd sowie der Sitzungssaal in der Hauptstelle Aalen modernisiert werden. Mit den Investitionen stärkt die KSK auch ihr Konzept der sogenannten "Heimatfiliale". Frei: "Wir sehen uns nicht nur als Finanzdienstleister, sondern als Multiplikator für die Region." Bis 2035 will die Kreissparkasse Ostalb klimaneutral sein, betont der Vorstandschef. Seit Juli beziehe man den eigenen Strom zu 100 Prozent aus Wasserkraftwerken, der Fuhrpark werde nachhaltig ausgerichtet, etwa mit Hybrid- und Elektrofahrzeugen sowie hauseigenen E-Ladestationen. Gleichzeitig baue die KSK ihr Angebot an nachhaltigen Anlageprodukten weiter aus – auch, weil die Nachfrage der Kunden in diesem Bereich weiter steige. Auch bei den Ausleihungen reagiert die KSK: 2020 hat die Bank für Kunden ein Sonderkreditprogramm "Sparkassen-Solar-Kredit" aufgelegt, um Investitionen in Fotovoltaik-Anlagen anzuregen.

Eine besondere Marke dürfte bald die Online-Spendenplattform "Gut für die Ostalb" erreichen. In den vergangenen Jahren kam fast eine Million Euro zusammen, mit dieser Summe wurden und werden rund 330 Projekte gefördert. Eine weitere Million gab die KSK 2020 über Spenden, Sponsoringleistungen oder Stiftungsausschüttungen an Vereine, Kultur- und weitere Einrichtungen auf der Ostalb. Zudem werde man auch 2021 Vereine und Ehrenämter angesichts der Herausforderungen der Corona-Pandemie weiter fördern, sagt Frei. "Wir stehen zu unserer regionalen Verantwortung", so der Vorstandschef.

Eine wahre "Renaissance" erlebt laut Frei die Ausbildung bei der Kreissparkasse. Nach eher durchschnittlichen Jahren die Nachfrage betreffend, habe die KSK 2020 drei Auszubildende mehr eingestellt als noch im Vorjahr, erstmals eine Kauffrau im E-Commerce. Die Ausbildungsquote liegtederzeit bei elf Prozent. Insgesamt arbeiten derzeit 940 Menschen bei der KSK Ostalb.

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