Spielstraße und Bewohnerparken: das Konzept rund ums Stadtoval

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Auf dem Stadtoval sollen verkehrsberuhigte Bereiche und eine 30er-Zone ausgewiesen werden. Die orangefarbene Fläche zeigt das künftige Bewohnerparkgebiet auf dem Stadtoval. Blau eingezeichnet ist das erweiterte Bewohnerparkgebiet im Hirschbach. Grafik: ca
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Am 27. September soll der Kulturbahnhof eröffnet werden. Wo die Besucher parken können und welche Bereiche Anwohnern vorbehalten sind.

Aalen

Wo können die Besucher parken, wenn der Kulturbahnhof fertig ist und dort Veranstaltungen stattfinden? Das Konzept der Stadtverwaltung dazu wurde im zuständigen Gemeinderatsausschuss vorgestellt und diskutiert.

Eröffnung im September: Eigentlich hätte im neuen Kulturbahnhof (KuBa) bereits Ende Juni ein großes Fest zur Einweihung gefeiert werden sollen. Coronabedingt ist das nun nicht möglich. "Wir sind wild entschlossen, am 27. September zur Eröffnungsfeier einzuladen", sagte Oberbürgermeister Thilo Rentschler in der Sitzung in der Stadthalle. Staatsministerin Theresa Schopper werde dazu erwartet.

Bewohnerparken: Damit Besucher des Kulturbahnhofs nicht in den angrenzenden Wohngebieten parken, wird auf dem Stadtoval ein Bewohnerparkgebiet ausgewiesen. Das schon bestehende Bewohnerparkgebiet im Hirschbach wird erweitert. Der Ausweis dafür kostet 30 Euro im Jahr, wie Zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann erläuterte. Außerdem werden auf dem Stadtoval verkehrsberuhigte Bereiche, umgangssprachlich meist Spielstraße genannt, und eine 30er-Zone ausgewiesen.

Parken für Besucher: Besucher des Kulturbahnhofs sollen auf dem multifunktionalen Platz an der Düsseldorfer Straße parken (34 Stellplätze), das Parkhaus am Bahnhof nutzen (332 Stellplätze), ihr Auto auf dem Gaskesselareal (150 Stellplätze) oder in der Hugo-Theurer-Straße (36 Stellplätze) abstellen. 552 Stellplätze ergibt das unterm Strich in Ehrmanns Präsentation. Zum Vergleich kam er auf die Parkplatzsituation an anderen Veranstaltungsorten zu sprechen. An der Stadthalle gebe es 150 Stellplätze, an der Festhalle Unterkochen 72 und an der Jurahalle Ebnat 97.

Ohne Auto: "Wir setzen darauf, dass nicht alle Besucher mit dem Pkw zum Kulturbahnhof kommen", sagte Ehrmann. Da der KuBa so zentral gelegen sei, sei er auch zu Fuß oder mit dem Rad für viele gut zu erreichen. Außerdem befände er sich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und zum zentralen Omnibusbahnhof (ZOB).

Parkleitsystem: Denen, die doch mit dem Auto kommen, soll ein elektronisches Parkleitsystem, das im Detail noch ausgearbeitet werden muss, helfen, "ein knappes Angebot klug zu steuern", wie Rentschler es ausdrückte. 334 000 Euro Fördergeld dafür sind bewilligt. Trotzdem: Wer kurz vor knapp zum KuBa fährt, müsse eben vier oder fünf Minuten zu Fuß gehen.

Mit dem Steg würde alles noch fantastischer werden.

Wolfgang Steidle Erster Bürgermeister Aalen

Steg über die Bahngleise: "Mit einem Steg würde alles noch fantastischer werden", ergänzte Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle. Zum Hintergrund: Über diesen Steg könnten Fußgänger vom Stadtoval schnell auf die andere Seite der Bahnlinie gelangen, also auch zum Parkhaus am Bahnhof (P+R 6). Noch sind die Arbeiten für den Steg nicht ausgeschrieben.

Diskussion im Gremium: "Wer parkt den im P+R 6 ohne Steg?", fragte Thomas Rühl, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler. "In vier bis fünf Minuten kommen Sie nicht außenrum, schon gar nicht in einem Ballkleid." Rühl zufolge ist das Parkplatzproblem kleingerechnet worden.

CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Wagenblast sagte, dass die Umsetzung des Stegs wegen der Haushaltssituation nicht einfacher geworden sei. Kurz zuvor hatte der Ausschuss über ein Konzept zur Sicherung des Haushalts beraten, da wegen der Corona-Krise viele Einnahmen wegbrechen. Außerdem schlug Wagenblast vor, über die Fläche gegenüber des KuBas, die der Bahn gehöre, als weiteren möglichen Parkplatz nachzudenken. Ein Lob sprach er Baubürgermeister Steidle aus, dafür dass er so konsequent darauf geachtet habe, dass Bauprojekte auf dem Stadtoval mit Tiefgarage geplant werden.

SPD-Fraktionsvorsitzender Hermann Schludi schlug vor, Kulturpakete zu schnüren, um Anreize zu schaffen, mit Bus und Bahn anzureisen. "Wer mit dem ÖPNV kommt, bekommt ein günstigeres Paket", sagte er. Das Gremium erteilte das Einvernehmen zum Bewohnerparken und zum Verkehrskonzept.

Die Rechnung mit den Stellplätzen im Überblick

Multifunktionaler Platz an der Düsseldorfer Straße: 34 Stellplätze

Parkhaus am Bahnhof (P+R 6): 332 Stellplätze

Gaskesselareal: 150 Stellplätze

Hugo-Theurer-Straße (Drehscheibe Grüne Mitte): 36 Stellplätze

Unterm Strich 552 Stellplätze

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