Stadt Aalen: Kreisverkehr in Unterkochen soll vorerst nicht kommen

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Die Kreuzung an der Straße in Richtung Ebnat sollte zu einem Kreisverkehr umgestaltet werden. Die Pläne sind nun erstmal vom Tisch.

Oberbürgermeister Frederick Brütting spricht sich für ein Gesamtkonzept und gegen Einzellösungen aus.

Aalen. Ortschaftsrat und Stadtverwaltung sind sich einig: Für die künftige B29a-Aufstiegstrasse von Unterkochen zur Autobahnanschlussstelle A7-Aalen/ Oberkochen muss eine Gesamtlösung gefunden werden. Einzelmaßnahmen, wie der vorgezogene Bau eines Kreisverkehrs in der Tallage Unterkochens, sollen daher vorerst zurückgestellt werden. Darüber informiert am Montagnachmittag die Aalener Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

Kein Kreisverkehr in Unterkochen als Einzellösung

Jüngst haben sich nun der Ortschaftsrat Unterkochen und die Stadtverwaltung darauf verständigt, anstelle der Umsetzung von Einzelmaßnahmen ein Gesamtkonzept für die Verbindung von der B19 zur Autobahnanschlussstelle in Ebnat zu erarbeiten. „Wir wollen keine isolierten Einzelmaßnahmen, sondern einen ganzheitlichen Ansatz unter Beteiligung der Bürgerschaft, des Ortschaftsrats, des Gemeinderats und aller weiteren Akteure entwickeln“, begründet Aalens Oberbürgermeister Frederick Brütting das neue Vorgehen. Ziel des Prozesses sei, so Brütting weiter, eine von breiter Mehrheit getragene und richtlinienkonforme Vorzugsvariante für die künftige Trassenführung festzulegen.

Stadt Aalen nimmt Planungsprozess selbst in die Hand

Hierbei sollen Ideen und Anregungen aus der Bürgerschaft, der Naturschutzverbände, der ansässigen Wirtschaftsbetriebe und des Mobilitätspaktes einfließen. Diesen dringend notwendigen Planungs- und Diskussionsprozess nehme die Stadt nun selbst in die Hand, so OB Brütting. Aus diesem Gesamtkonzept soll sich nach Vorstellung der Stadtverwaltung dann auch die Neugestaltung des Knotenbereichs Ebnater Steige/ Heidenheimer Straße ableiten.

Aalener Gemeinderat am Montag informiert

Die Fraktionen des Gemeinderats wurden im Rahmen einer Ältestenratssitzung am Montag, 11. Oktober, über das geplante Vorgehen informiert. Der Ortschaftsrat Unterkochen wird sich in seiner Sitzung am 22. November mit diesem Thema befassen. „Alle Mitglieder des Ortschaftsrates, wie auch ich, sind sehr froh, dass wir den Sachverhalt nochmals ganzheitlich betrachten wollen. Besonders wichtig ist, dass alle Akteure miteinander reden und wir uns dafür auch die erforderliche Zeit nehmen wollen“, sagt Ortsvorsteher Florian Stütz.

Albaufstieg mit langer Geschichte in Aalen

Seit über 40 Jahren befassen sich der Ortschaftsrat Unterkochen und der Gemeinderat Aalen intensiv mit der Frage der Albaufstiegstrassen von der B19 zur A7. Im Jahr 2008 beschloss der Gemeinderat, dass die Ebnater Steige als Autobahnzubringer bestehen bleiben und bedarfsgerecht verbessert werden soll. 2011 erfolgte sowohl im Ortschaftsrat als auch im Gemeinderat der Grundsatzbeschluss zum Ausbau und zur Umstufung der Ebnater Steige von der Landesstraße L1084 zur künftigen Bundesstraße B29a. Zwischenzeitlich ist die Ausbauvariante als Gesamtmaßnahme in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen worden. Im Jahr 2020 wurde mit dem Bau der Nordumfahrung Ebnat als einem Teilstück des künftigen B29a-Autobahnzubringers begonnen. Für den weiteren Trassenverlauf bis zur B19-Anschlussstelle in der Tallage Unterkochens liegen seitens des Landes und des Bundes bisher jedoch nur vage Vorentwurfsplanungen vor. Zur Neuordnung der Verkehrssituation insbesondere im Knotenbereich Ebnater Steige/Heidenheimer Straße hatte die Stadt Aalen ein Bebauungsplanverfahren für die Erstellung eines Kreisverkehrs eingeleitet.

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