Mehr Sicherheit für den Verkehr: Das passiert gerade an der Hochbrücke

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Über die Ostrampe der Hochbrücke geht es derzeit nur stadteinwärts. Der Grund: Die Arbeiten zum Bau der Rad- und Fußgängerunterführung von der Kettelerstraße in die Innenstadt (rechts im Bild).
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Unterführung der Hochbrücken-Ostrampe, breitere Fahrspuren oben, ein Kreisel zum Hirschbach, neue Kreuzung für und Sanierung der Ziegelstraße.

Aalen

Je nach Fahrtrichtung kein Durchkommen gibt es mindestens noch bis 4. Juni auf der Hochbrücke. Wer von der Stadt auf den Grauleshof will, muss sich einen anderen Weg suchen. Er kommt zwar noch auf die Brücke, Linksabbiegen geht dann aber nicht und nach dem erlaubten Rechtsabbiegen endet die Fahrt auf der Alten Heidenheimer Straße auf Höhe des Netto-Marktes. Vom Grauleshof kommend über die Ziegelstraße in Richtung Stadt ist aber freie Fahrt über die Brücke.

Der Grund für die geänderte Verkehrsführung: Die Stadt realisiert eine Großbaumaßnahme. Die Geduld der Autofahrer wird aber belohnt. Ist alles fertig, profitieren Fußgänger, Rad- und Autofahrer.

Neue Unterführung entsteht

Bauarbeiter erstellen gerade eine neue Rad- und Fußgängerunterführung von der Kettelerstraße auf die bestehende Rad- Fußwegtrasse in die Innenstadt. Zuvor werden dort ein neuer Kanal und Versorgungsleitungen verlegt.

Die Unterführung soll optisch und baulich der bestehenden „Neue-Welt-Unterführung“ im Anschluss ähneln. Der Baubeschluss für die Unterführung der Hochbrücken-Ostrampe wurde im September 2020 getroffen. Das Regierungspräsidium hat im Oktober 2020 dafür 2,19 Millionen Euro Fördergelder bewilligt. Im März 2021 haben Stadt und Gemeinderat die Arbeiten an Rampe und Unterführung an die Bietergemeinschaft AWUS Bau/Bortolazzi vergeben. Kostenpunkt: 2,4 Millionen Euro, wobei das Angebot 410 000 Euro unter der Kalkulation lag, wie aus dem Rathaus zu erfahren ist.

Ost-Rampe wird breiter

Neben der neuen Unterführung, die künftig Fußgänger und Radler sicher von Grauleshof und Schlattäcker in die Innenstadt bringen soll, wird die Brücke selbst auf der Ost-Rampe verbreitert. Die Stadt hat hierzu Grund erworben. Dies ermöglicht nun, dass zum einen der Kreuzungsbereich der Ziegelstraße erweitert werden kann und zum anderen, dass die beiden Fahrspuren auf der Brücke verbreitert werden können. Bisher blockieren dort Laster oder Busse gezwungenermaßen einen Fahrstreifen, was zu Rückstaus führt. Damit soll Schluss sein.

Zudem entfällt die Fußgängerampel auf der Ostrampe. Damit könne die Schaltung der Ampelanlagen durch das Entfallen einer Phase erheblich optimiert werden, sagt Stadtsprecher Sascha Kurz. Und: „Die Bauarbeiten werden wohl im ersten Halbjahr 2022 fertig sein, inklusive der Arbeiten im Kreuzungsbereichs zur Ziegelstraße.“ Der Einschub der Unterführung ist für September 2021 geplant. „Die Unterführung wird vor Ort vorgefertigt. Das verkürzt Bauzeit und Verkehrsbeeinträchtigungen und spart zudem Kosten“, sagt Kurz.

Neuer Kreisel zum Hirschbach

Auch in Richtung Hirschbach, an der Einmündung der Galgenberg- in die Hirschbachstraße, soll sich etwas verändern. Auf Höhe der Bäckerei Eymann soll ein Kreisel entstehen, der das Einfädeln sicherer macht. Verkehrsteilnehmer, die von der Galgenberg- auf die Hirschbachstraße einbiegen wissen, wie viel Aufmerksamkeit dies verlangt und welche Gefahren das derzeit birgt, trotz zweier Spiegel. Bereits im zweiten Halbjahr 2021 soll der Baubeschluss für diesen Kreisverkehr gefasst werden. Auch dafür erhält die Stadt wohl 490 000 Euro Förderung vom Land. Die gesamte Baumaßnahme koste einen hohen sechsstelligen Betrag, informiert Kurz. 2022 soll der Kreisverkehr dann gebaut werden.

Neuer Look für die Ziegelstraße

Danach schließlich werde die Ziegelstraße saniert, informiert Kurz weiter. Die Sanierung soll in zwei Bauabschnitten erfolgen. Voraussichtlich 2023 soll es losgehen. Dabei werden Gehwege wie auch Leitungen abschnittsweise erneuert oder komplett neu hergestellt. Die Kosten werden sich nach einer Schätzung im unteren einstelligen Millionenbereich bewegen, meint Kurz.

Verbesserung für alle in Sicht

„Alle Verkehrsarten werden vom Ausbau des Verkehrsknotens zwischen Galgenberg-/Ziegelstraße und Alten Heidenheimer Straße profitieren“, ist Sascha Kurz sicher. Der Verkehrsfluss werde an allen Stellen verbessert und für Fußgänger und Radfahrer werde es sicherer.

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