Stadt gibt 25 000 Euro fürs Jazzfest

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Jazz Symbolbild
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In einer Eilentscheidung hat der OB diese einmalige Förderung bewilligt.

Aalen. Es ist ein Hoffnungszeichen, ein Symbol, dass es in Aalen nach dem Lockdown wieder aufwärtsgeht: Dass das Aalener Jazzfest als nachgeholte Veranstaltung in Form eines sommerlichen Open-Air-Konzerts unter dem Titel „Back To Live“ am 2. und 3 Juli den Stadtgarten bespielt, ist der Stadt Aalen sehr wichtig.

So wichtig, dass die Aalener Stadtverwaltung in einer Eilentscheidung den Beschluss gefasst hat, die Veranstaltung des Vereins Kunterbunt mit bis zu 25 000 Euro zu unterstützen. „Dabei handelt es sich um eine einmalige Freiwilligkeitsleistung“, machte OB Thilo Rentschler in der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich. Konkret beinhaltet die Zusage die Förderung von Sachleistung in Höhe von maximal 10 000 Euro und einen Veranstaltungszuschuss mit bis zu 15 000 Euro. Die Zuschusszusage wurde im Gemeinderat selbst als reine Formalie, als Bekanntgabe abgehandelt. Gegenstimmen oder gar Einspruch seitens der Räte gab es keinen.

Laut Pressesprecherin Karin Haisch hatte sich OB Rentschler diesen Beschluss zuvor nicht-öffentlich von den einzelnen Fraktionen legitimieren lassen. Das war notwendig zum einen, da der Zuschuss nicht im aktuellen Etat eingestellt und somit nicht im Rahmen der Haushaltsberatungen vom Gemeinderat beschlossen war. Und zum anderen, weil der OB in eigener Zuständigkeit nur bis zu einem Betrag in Höhe von bis zu 10 000 Euro frei entscheiden kann.

Hintergrund: Für das Konzert im Stadtgarten kämpft der Veranstalter Kunterbunt aktuell noch mit einer Finanzierungslücke in Höhe von etwa 35 000 Euro. Das Land hat seinen Förderantrag „wegen der großen Anzahl der Anträge“ abgelehnt. Und erst seit Mitte Juni kann man sich für das vom Bund aufgelegte Programm zur Veranstaltungsförderung zu bewerben. Mit einer Zusage, so der Veranstalter, könne man dann erst nach dem Konzert rechnen. Aufgrund dieser finanziellen Risiken hatte sich Kunterbunt am 8. Juni an die Stadt Aalen gewandt.

„Die Stadt Aalen ist der Auffassung, dass es nach der pandemiebedingten Absage aller städtischen Open-Air-Veranstaltungen bis Anfang September notwendig und sinnvoll ist, mit „Back To Live“ im Stadtgarten ein wichtiges Signal für den Neustart der Kultur in Aalen zu setzen“, heißt es seitens der Stadtverwaltung. Ulrike Wilpert

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