Stadtfest mit mediterranem Flair

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Garantiert unvergessliche Momente hat das Programmheft der 42. Reichsstädter Tage versprochen. Allein das Wetter, das für südliches Flair auf Aalens Plätzen, in den Straßen und Gassen am Wochenende gesorgt hat, bleibt sicher allen in Erinnerung.

Ein Stadtfest an allen Ecken und Winkeln der Innenstadt. Die Aalener und ihre Gäste aus nah und fern haben drei Tage lang ein fröhliches Fest gefeiert. Mit Musik auf allen Bühnen, gekühlten Getränken und allerlei kulinarischen Leckerbissen von Spanferkel bis Crêpe. Tanzende, ausgelassene Menschen, die die Reichsstädter Tage mit mediterranem Flair bei hochsommerlichen Temperaturen genossen.

Traditionell sind heuer wieder die Delegationen der Aalener Partnerstädte angereist. Dass das Aalener Fest internationalen Ruf hat, zeigt eine Reisegruppe aus dem Österreichischen Schlins. Zehn Mitglieder einer Altherren-Fußball-Mannschaft haben sich auf den Weg aus Vorarlberg gemacht, um die Reichsstädter Tage zu feiern. Sie sind in Krachledernen unterwegs und genießen nicht nur

Das Zapf-Handicap von OB Thilo Rentschler wird besser. Statt der 19 Schläge im Vorjahr waren es dieses Mal vier. Flott und treffsicher trieb das Stadtoberhaupt am Samstagvormittag den Hahn ins Fass und eröffnete damit die 42. Reichsstädter Tage.

600 Musiker und 50 Gruppen unterhalten mit einem abwechslungsreichen Programm die vielen Tausend Gäste. Die Bühnen gehören den Vereinen. Die bieten in farbenfrohen Kostümen oder im sportlichen Dress Tanz, Akrobatik und beeindruckende Shows. An den Hauptbühnen am Gmünder Torplatz und am Spritzenhausplatz geht es oft eng zu. Verliererin ist die Bühne am Ellwanger Torplatz – wohl wegen der Baustelle. Gewinner ist der Storchenplatz. Dort bewegen sich etwa am Samstag bis spät in die Nacht zahlreiche Paare zu Salsaklängen der Tanzschule Saal 3.

Eine gelungene Premiere feiert das Weindorf, eingebettet zwischen Rathaus und Kubus am Markt. Lauschige Atmosphäre, Sonnensegel und die urigen Ausschankhütten lassen die Baustellen-Optik im Hintergrund vergessen. In gemütlichen Runden plaudern Freunde des guten Rebensaftes.

Hochsommerliche Temperaturen machen Durst. Neben den zahlreichen alkoholfreien Getränken fließen ungezählte Hektoliter Bier aus den Zapfhähnen. "Bei uns am Stand machen Radler und die Halbe das Rennen als Durstlöscher", sagt Klaus Baßler. Cocktails mit klingenden Namen wie "Planters Brother", "Softie Light" oder "Guru" gehen am Stand von Govinda über den Tresen. "Alles prima, ein tolles Team, viele Gäste und jede Menge Spaß", signalisiert dort Steffi Endig. "Nur die städtischen Auflagen sind anstrengend und bisweilen beschwerlich für uns."

: Premiere nach über einem Jahrzehnt Abstinenz beim Stadtfest feiert die Aalener Fasnachtszunft mit ihrem Pfannkuchen-Promibacken. Die Pfannen schwingen unter anderem OB Thilo Rentschler, Beigeordneter Karl-Heinz Ehrmann, Stadtpfarrer Bernhard Richter und Landtagsabgeordneter Winfried Mack. Alexander Steinmann und André Gentner von der AFZ stehen ihnen zur Seite. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gibt es für die begeisterten Zuschauer und Kunden eine Pfannkuchen-La-Ola und synchrones Pfannkuchen-in-die-Luft-Katapultieren.

Auf dem Gmünder Torplatz gibt es zum Abschluss des Samstags erstmals eine farbenprächtige Lasershow statt des traditionellen Feuerwerks. Mit halbstündiger Verspätung startet das Ballett der bunten Strahlen zu harten Beats, was für manche eine echte Geduldsprobe ist: Sitzplätze gibt es für sehr viele nicht mehr. Die Menschen stehen dicht an dicht. Am Ende ist der Show ist der Beifall eher verhalten. Mancher hat sich mehr versprochen, andere finden die Idee an sich gut: " Endlich mal was Neues, Feuerwerk gibt's schließlich auf jedem größeren Fest", heißt es.

Ulrike schneider und Bea wiese

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