Stadtwerke Aalen erhöhen Eintritte in Freibäder und ins Hallenbad

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Mit der allgemeinen Preiserhöhung der Stadtwerke Aalen für die Aalener Bäder verteuert sich im nächsten Sommer auch der Badespaß im Wasseralfinger Spiesel.
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Ab 1. Januar 2023 erhöhen sich die Eintrittspreise in die Aalener Bäder um 15 bis 20 Prozent. Warum der Stadtwerke-Aufsichtsrat so entschieden hat.

Aalen

Gerade mal ein Vierteljahr ist es her, dass die Stadtwerke Aalen die Eintrittspreise in den Limesthermen erhöht haben. Jetzt sind auch die Aalener Freibäder und das Hallenbad dran: „Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Aalen hat in seiner Sitzung am 19. Dezember beschlossen, die Eintrittspreise für die Aalener Freibäder Spiesel und Unterrombach sowie für das Aalener Hallenbad zum 1. Januar 2023 anzupassen“, schreiben die Stadtwerke kurz vor Jahresende in einer Pressemitteilung.

Die Struktur der Tarife - also etwa die Ermäßigungen für Stadtwerkekunden mit ihrer Kundenkarte, bleibe unverändert. Kinder, Jugendliche, Studierende, schwerbehinderte Personen sowie Inhaberinnen und Inhaber der Aalener Spionkarte profitierten ebenfalls weiter von einem ermäßigten Eintritt, teilen die Stadtwerke mit. Zudem werden Mehrfachkarten und Saisonkarten auch weiterhin angeboten.

Betrachtet man aber die reinen Prozentzahlen, so ergibt sich ein relativ drastischer Preisanstieg. Denn die Differenz zwischen den seitherigen und den künftigen Eintrittspreisen liegt bei 15 bis 20 Prozent. Auffallend ist, dass die prozentual höchste Steigerung gerade die Jugendlichen bis 16 Jahre trifft. So kostet beispielsweise im Normaltarif der Eintritt für Jugendliche ins Freibad künftig 3,20 Euro (statt 2,70 Euro); mit dem SWA++ Tarif 2,40 Euro (statt 2 Euro). Am günstigsten ist der Eintritt für Jugendliche, die eine Spionkarte und zusätzlich eine Stadtwerke-Kundenkarte vorweisen. Für sie reduziert sich der Eintritt auf bis zu 1,60 Euro im SWA++ Tarif.

Für eine Freibad-Saisonkarte müssen Jugendliche im nächsten Sommer im Normaltarif 52,40 Euro berappen (bisher 45,50 Euro) - und mit dem SWA++ Tarif 41,70 (statt 34,50 Euro). Eine zusätzliche Ermäßigung gibt's auch hier mit der Spionkarte, je nach SWA-Tarif kann sich der Preis für eine Feibad-Saisonkarte bis auf 30,80 beziehungsweise 27,10 Euro reduzieren,

Für eine Jahreskarte im Hallenbad zahlen Jugendliche künftig im Normaltarif 161,40 Euro (bisher 137,50 Euro), mit SWA+ Tarif 137 Euro und mit SWA ++ Tarif 121 Euro. Selbst mit Spionkarte liegt der Preis im Normaltarif für Jugendliche mit 104,90 Euro über der 100-Euro-Marke. Am günstigsten ist die Hallenbad-Jahreskarte für Jugendliche mit Spionkarte und SWA++ Tarif (78,60 Euro).

5,10 Euro (statt 4,40 Euro) beträgt künftig der Normaltarif für Erwachsene für einen Freibad- beziehungsweise einen Hallenbadbesuch. Für Inhaber der Stadtwerkekundenkarte verringert sich der Betrag auf 4,30 Euro beziehungsweise 3,90 Euro. Für eine Jahreskarte im Hallenbad zahlen Erwachsene künftig zwischen 295,80 Euro im Normaltarif und 144,20 Euro mit Spionkarte und SWA++ Tarif.

Auch das Babyschwimmen im Hallenbad verteuert sich um 15 Prozent. Der Preis für sechs Eintritte bewegt sich ab 1. Januar zwischen 71,30 Euro (seither 62 Euro) und 34,80 Euro (seither 30,20 Euro).

Stabil bleiben die Eintrittspreise allein für Saunabesucher mit SWA++ Tarif: Für einen Einzeleintritt zahlen sie nach wie vor 10,50 Euro, die 10er-Karte kostet in diesem Tarif weiterhin 94,50 Euro und die Fünferkarte erhöht sich lediglich um 10 Cent von 49,90 auf 50 Euro.

Letzte Preiserhöhung 2020

„Unverhältnismäßig starke Preisanpassungen bei ermäßigten Tarifen können wir nicht erkennen“, reagiert Stadtwerke-Sprecher Igor Dimitrijoski auf eine SchwäPo-Anfrage. Das Ziel der Stadtwerke sei eine Homogenisierung der Tarife und Rabatte. Laut Dimitrijoski sind die Preise in den Freibädern und im Hallenbad zuletzt vor drei Jahren, im Frühjahr 2020 erhöht worden und wurden seither stabil gehalten. „Die Anpassung zum 1. Januar 2023 ist leider unumgänglich“, sagt er. Die Gründe wie stark gestiegene Energie-, Lohn- und Betriebskosten sowie die Inflation seien „bestens bekannt“. Weder zur Höhe des Abmangels noch zum Deckungsgrad wollen die Stadtwerke Auskunft geben.

„In Prozent ausgedrückt klingt die Preissteigerung natürlich drastisch“, antwortet OB Frederick Brütting in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Aalen auf Nachfrage der SchwäPo. „Allerdings finden wir die absoluten Steigerungen in Euro vertretbar.“ Trotz explodierender Energiepreise habe man sich im Gegensatz zu anderen Kommunen im Ostalbkreis entschlossen, in Aalen die Bäder aufzulassen. Die Preiserhöhung sei eine Konsequenz, obwohl der Abmangel trotzdem weiter steigen werde. „Die Preiserhöhungen fangen die höheren Kosten nicht auf.“ Der Fehlbetrag werde weiterhin durch die Stadtwerke ausgeglichen.

Der Beschluss zur Preiserhöhung, so Brütting, sei dem Aufsichtsrat der Stadtwerke nicht leicht gefallen. „Wir haben zwei Sitzungen dafür verwendet. Aber wir können die Preissteigerung gut begründen, indem wir die Bäder geöffnet lassen.“

Die ab 1. Januar 2023 gültigen Preise sind bereits vollständig unter www.sw-aalen.de abrufbar.

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