Städtisches Orchester bringt „Hope“

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Seit über zwei Jahren ist das Städtische Orchester nicht mehr aufgetreten. Unter der Leitung von Chris Wegel präsentierte es jetzt das Konzert „Hope“. Der Erlös des Abends geht an den Förderverein Aufwind e.V.
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Wie der erste Auftritt seit mehr als zwei Jahren aufgenommen wurde.

Aalen. Vor mehr als zwei Jahren war das Städtische Orchester zuletzt in der Öffentlichkeit aufgetreten - nun meldete sich das Ensemble mit einem Konzert in der Salvatorkirche eindrucksvoll zurück. „Hope“ (Hoffnung) ist das ursprünglich für November vergangenen Jahres geplante Konzert überschrieben.

Der Titel war als„Hoffnungsschimmer“ in der Corona-Pandemie gedacht, wie Roland Steinert,Vertreter der katholischen Seelsorgeeinheit und der Kirchengemeinde, zur Begrüßung sagte. Nun denke man auch an die Menschen in der Ukraine und wolle mit der Musik ein Zeichen für Solidarität und Miteinander setzen. Steinert dankte dem Orchester für eine Spende in Höhe von 1000 Euro aus den Einnahmen eines Konzerts Ende 2019. Das Geld kommt der Unterhaltung der Orgel zugute.

„Hope“–wie das Konzert heißt auch das erste Stück, mit dem die etwa 70 Musikerinnen und Musiker unter ihrem Dirigenten Chris Wegel den Abend eröffnen. Es beginnt mit einem meditativen Klarinettensolo, bevor Bläser und Schlagwerk folgen und mitvollem Sound den Kirchenraum ausfüllen.  

Die „Hymne der Brüderlichkeit“ von Egbert van Groningen ist eine klangfarbenreiche Ballade, die auch symbolisch die Idee von einem harmonischen Miteinander in der Musik ausdrückt. Hier kommen ebenso die leiseren Holzbläser wie Klarinetten und Flöten zu Wort. Hoffnung ist der rote Faden, der sich durch das Programm zieht.Moderatorin Doris Wegel gibt mit ihren vorgetragenen Texten Impulse zum Nachdenken.Zeilen der Hoffnung finden sich auch im Kirchenlied „Von guten Mächten treu und still umgeben“, das Dietrich Bonhoeffer, den Tod vor Augen, gedichtet hat. Zuhören ist das bekannte Lied in einem speziellen Arrangement für Blasorchester.Es passt hervorragend in den Kirchenraum. Das Ensemble musiziert die bekannte Melodie sehr getragen und emotional.

Vor dem Hintergrund des Krieges wirkt das Stück „Ukrainian bell“ (Ukrainische Glocke)bedrückend aktuell. Das Orchester inszeniert effektvoll ein vielstimmiges Glockengeläut, das immer mehr anschwillt und schließlich ganz leise verklingt.

Das populäre „Halleluja“ von Leonhard Cohen entfaltet sich aus der Stille zum prächtigen Klangpanorama. Dieses Arrangement stammt vom Dirigenten höchstpersönlich – Chris Wegel hat den bekannten Titel für sein Orchesterwirkungsvoll bearbeitet.

Optimismus und Zuversicht versprüht das letzte Stück, „Ouverture to a new age“ von Jan de Haan. Das Orchester zieht noch einmal alle Register, musiziert das rhythmischanspruchsvolle Werk präzise, schwungvoll und mitreißend.

Nach einer guten Stunde Konzert dankt das Publikum mit begeistertem Applaus, Bravorufen und Standing Ovations. Die Zugabe, eine schottische Melodie, ist gleichzeitig ein „Appetithappen“ für das nächste Konzert: Städtisches Orchester und Jugendkapelle treten am Samstag, 30. April, 19.30 Uhr in der Stadthalle Aalen auf. Es erklingen „Hymn oft he Highlands“.

⋌Beate Krannich

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