Staufermedaille für Bernhard Ritter, den Mister Weststadt

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Bernhard Ritter bekommt die Staufermedaille, seine Frau einen Blumenstrauß von OB Thilo Rentschler
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Bei der Verleihung an Bernhard Ritter geben sich viele Repräsentanten der Gesellschaft, Bürger und Freunde ein Stelldichein.

Aalen-Weststadt

Der 23. September 2021 wird in die Annalen von Hofherrnweiler und Unterrombach eingehen. Denn an diesem Tag wurde einer der engagiertesten Mitbürger dieser Orte mit der Staufermedaille des Landes geehrt. Im Auftrag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann überreichte Oberbürgermeister Thilo Rentschler die Auszeichnung an den 73-jährigen Bernhard Ritter, der in vielen Vereinen und Organisationen, so auch im kirchlichen und sportlichen Bereich, sich ehrenamtlich einsetzt und damit auch viele Menschen inspiriert hat.

Im Weststadt-Zentrum hatte sich eine stattliche Anzahl von Bundes-, Landtagsabgeordneten, Kreis- und Stadträten sowie Vertretern aus der Geschäftswelt, Wirtschaft und Vereinen eingefunden. So bereitete es Rentschler ein Vergnügen, die Verdienste des „Mister Weststadt“ aufzuzeigen, der seit 53 Jahren in etlichen Ehrenämtern wirkt – als Kreisrat (seit 1989) und Stadtrat (seit 1986) in mehreren Ausschüssen, im legendären Zeltlager Zimmerbergmühle (seit 1968) als Betreuer und Lagerleiter, in der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach 32 Jahre als Vorstandsmitglied, als Gründer des Fördervereins für die Senioren-Residenz (2017), als aktives Mitglied des Kolpingverbandes Ostalb (2003) und der Kirchengemeinde ST. Bonifatius. Rentschlers Fazit OB lautete: „Wenn es einen Ortschaftsrat im Westen gäbe, dann wäre er der Vorsteher.“

Nun denn: Ritters Fähigkeiten, seine Menschlichkeit, glaubhafte Fürsorge und Kompetenz hatte bestimmt mit dem Beruf des Lehrern zu tun: 42 Jahre war Bernhard Ritter im Schuldienst, zuletzt Konrektor und Rektor bis 2002 an der Hofherrnschule.

Die Laudatio hielt einer seiner Nachfolger als Leiter an der Zimmerbergmühle. Der 29-jährige Axel Miske streifte ebenfalls verschiedene Stationen von Ritter, ging aber vor allem auf dessen Menschlichkeit und sein Verhalten gegenüber den Mitmenschen ein. So habe Bernhard Ritter das erreicht, was unserer Gesellschaft immer schwerer zu fallen scheine. „Du hast eine Brücke zwischen Jung und Alt gebaut und damit für gegenseitiges Verständnis zwischen den Generationen gesorgt.“ Auf das Lagerleben im Zeltlager Zimmerbergmühle eingehend, sagte Miske, durch sein Engagement für die Kinder und Jugendlichen habe Ritter etwas ganz Großes erreicht: „Dafür verspüre ich vor allem ein Gefühl – Dankbarkeit.“

Anschließend überreichte OB Rentschler dem zu Ehrenden die Staufermedaille mit Urkunde des Ministerpräsidenten. Das Publikum applaudierte stehend minutenlang.

In seiner Dankesrede sagte Ritter: „Dies ist nicht nur ein Freudentag für mich, sondern für ganz Unterrombach-Hofherrnweiler. Denn solch eine Ansammlung von Repräsentanten aus allen Gesellschaftsschichten werde es so schnell hier nicht mehr geben. Fast jeden der rund 50 Anwesenden begrüßte Ritter mit Namen und nach seinem Dank an die Familie mit Gattin Ulrike an der Spitze hatte er noch diesen wichtigsten Wunsch: „Möge es in unserer liebenswerten Stadt Aalen immer genügend Ehrenamtliche geben, die unsere Kinder und Jugendlichen anleiten, fördern und Werte für ein friedliches und fröhliches Zusammenleben vermitteln.“

Die Feier umrahmten die Bundespreisträger Ludwig Behr und Matteo Konrad mit ihrer mitreißenden Musik auf dem Percussion-Ensemble. Bei einem Imbiss gab es noch manchen Meinungsaustausch.

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