Steg und Kombibad: Das sagt Aalens OB

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Das Bild zeigt die vorbereitenden Arbeiten für das künftige Kombibad im Hirschbach.
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    Ulrike Wilpert
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Oberbürgermeister Frederick Brütting spricht beim Hirschbachclub von einem „schweren Rückschlag“ in beiden Fällen. Diese Zeitung hat ihm konkrete Fragen gestellt.

Aalen

Steg und Kombibad im Hirschbach: Beim Hirschbachclub hat OB Frederick Brütting am Montagabend von einem schweren Rückschlag in beiden Fällen berichtet. Die SchwäPo hat beim OB nachgefragt:

Warum haben beide Bieter ihr Angebot für den Rohbau des Kombibads zurückgezogen?

Frederick Brütting: Ursache ist der Wegfall der Kalkulationsgrundlagen aufgrund der Embargoentscheidung. Insbesondere die Preise für die Hauptbaustoffe Beton und Stahl steigen täglich. Auch die Dieselpreise haben zum Rückzug beigetragen. Alle Anbieter waren weit über der bisherigen Kostenberechnung.

Sehen Sie das Projekt Kombibad jetzt generell als gescheitert?

Nein. Wir müssen die neue Situation aber nun mit Umsicht und Sorgfalt in unseren Gremien besprechen.

Wenn Sie allein entscheiden dürften: Was wäre Ihrer Meinung nach in der momentanen Situation eine denkbare Alternative?

Mein Ziel ist, dass wir die notwendigen Entscheidungen möglichst gemeinsam treffen.

Wie schnell muss Ihrer Meinung nach jetzt ein Umplanungsprozess gemeinsam mit Stadtwerken, Stadtverwaltung und Gemeinderat angepackt werden?

Eine erneute Umplanung des Kombibads ist nicht mehr zielführend. Wenn man ein Kombibad will, ist das die richtige Planung und Konzeption. Allerdings sollte man aufgrund der gestiegenen Gaspreise die Energie- und Wärmeversorgung noch einmal überprüfen. Und möglicherweise ergeben sich Optimierungen durch geänderte Zeitabläufe. Darüber werden wir mit dem Aufsichtsrat der Aalener Stadtwerke und dem Gemeinderat sprechen.

Welche Arbeiten fürs Kombibad werden momentan erledigt?

Die Baustelleneinrichtung und der Erdaushub wurden bereits beauftragt. Die Preise lagen bei der Vergabe noch ungefähr im Kostenrahmen. Das war aber noch vor Beginn des Krieges. Diese Arbeiten werden weiter geführt. Für einen Abbruch des Projekts oder eine komplette Überplanung haben wir derzeit keine Grundlage.

Wie erklären Sie sich, dass beim Steg angeblich vom Land zugesagte Fördergelder wieder zurückgezogen wurden?

Eine Förderzusage für den Fußgängersteg zum Stadtoval gibt es nicht. Es besteht grundsätzlich auch kein Rechtsanspruch auf eine Förderung. Aufgrund der bislang bewilligten Fördermittel ging die Stadt jedoch von einer weiteren Förderung des Projekts aus. Das Land hat die nochmalige Prüfung der Förderfähigkeit in Aussicht gestellt.

Wie geht es nun weiter mit dem Steg?

Der Gemeinderat hat im September 2021 die Vergabe eines Großteils der Bauleistungen für den Fußgängersteg auf Grundlage der Planungen des Architekturbüros Sobek mehrheitlich beschlossen. Die entsprechenden Aufträge wurden vergeben. Diese Beschlusslage ist bis auf weiteres bindend und Grundlage für die Arbeit der Verwaltung.

Wie viel Geld hat die Stadt Aalen für den Sobek-Steg bereits ausgegeben?

Für den Fußgängersteg wurden bislang rund 1,6 Millionen Euro ausbezahlt. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Planungskosten.

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