Steidle will nicht Aalener Oberbürgermeister werden

  • Weitere
    schließen
+
Wolfgang Steidle
  • schließen

CDU und Grüne sind weiter auf der Suche nach Kandidaten. Die Absage Birkholds wird bedauert.

Aalen. Wer tritt noch zur OB-Wahl an? Viele hatten Wolfgang Steidle (CDU) auf dem Zettel, den Aalener Baubürgermeister. Vor allem jetzt, nachdem eine mögliche CDU-Kandidatin, Inge Birkhold, doch nicht antreten will. Als die SchwäPo Steidle im Februar nach einer Kandidatur gefragt hatte, sagte er weder ja noch nein.

Doch nach einer erneuten Anfrage am Freitag positioniert er sich klar: "Vielfach wurde ich in letzter Zeit darauf angesprochen, als Oberbürgermeister zu kandidieren. Dies ehrt mich und ich empfinde es als Wertschätzung für meine bisherige Arbeit", teilt er schriftlich mit. "Dennoch möchte ich gerne meine Aufgaben als Bau- und Erster Bürgermeister mit Freude und Engagement zum Wohle aller weiterführen."

Die Aalener CDU ist nach der Absage Inge Birkholds nun auf der Suche nach anderen möglichen Kandidatinnen oder Kandidaten, wie Stadtverbandsvorsitzender und Fraktionssprecher Thomas Wagenblast berichtet. "Wir haben uns über die Absicht einer Kandidatur einer langjährigen und geschätzten Kollegin gefreut und haben dies mit einstimmigen unterstützenden Beschlüssen des CDU-Stadtverbandvorstandes und der CDU-Gemeinderatsfraktion bekräftigt", teilt er schriftlich mit. "Wir bedauern die aktuelle Situation außerordentlich und müssen uns nun neu orientieren."

Einflussreiche Kreise

Auch CDU-Bundestagsabgeordneter und Kreisvorsitzender Roderich Kiesewetter bedauert die Entscheidung, respektiert sie aber. Birkhold habe gemerkt, dass das politische Geschäft nicht einfach sei. "Das muss man aushalten können", sagt Kiesewetter. Birkhold hatte davon gesprochen, dass "gewisse einflussreiche Kreise" nicht wollten, dass sie kandidiert. Kieswetter betont, dass der Kreisverband eine CDU-Kandidatin oder einen CDU-Kandidaten unterstützen werde. Der Kreisverband wolle sich aber nicht in die Entscheidung einmischen. Das sei allein Sache des Stadtverbands und der Fraktion.

Neu sortieren müssen sich auch die Aalener Grünen. Sie hatten geplant, Inge Birkholds Kandidatur zu unterstützen. Das bestätigt Ulrike Richter, eine der beiden Vorsitzenden des Stadtverbands. "Das hat unsere Pläne auf den Kopf gestellt", sagt sie über die Entscheidung Birkholds, die sie bedaure. "Wegen ihrer Kompetenz wäre Frau Birkhold eine sehr gute Kandidatin gewesen." Nun mache man sich Gedanken über mögliche Alternativen. Bedauern drückt auch Fraktionssprecher Michael Fleischer aus. "Wir schätzen sie sehr", sagt er über Birkhold. "Die CDU muss schauen, wie sie mit der Sache klarkommt."

OB-Wahl ist am 4. Juli. Bisher wollen AfD-Stadtrat Marcus Waidmann und Heubachs Bürgermeister Frederick Brütting (SPD) kandidieren. Bis 7. Juni läuft die Bewerbungsfrist.

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL