STOA-Premiere mit bissigem Humor und tollen Schauspielern

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Nach zwei Jahren Pause feiert die STOA wieder eine Premiere mit dem Stück „Sein oder nichtsein“ von Nick Whitby.
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„Sein oder Nichtsein“: Minutenlanger Applaus für die elf Schauspielerinnen und Schaulspieler sowie Regisseurin Theresa Kempf und die gelungene Umsetzung eines prekären Themas.

Aalen

Eitle Schauspieler, größenwahnsinnige Nationalsozialisten, die Wirren des Krieges und eine brisante Affäre: Das Stück „Sein oder Nichtsein“, eine Komödie von Nick Whitby, basierend auf dem Filmklassiker von Ernst Lubitsch, bietet viel Drama mit einer großen Portion Satire.

Die Spiel & Theaterwerkstatt Ostalb (STOA) hat sich dem Stoff angenommen und das Ergebnis in ihrer Spielstätte in der Bischof-Fischer-Straße auf die Bühne gebracht. Es ist die erste Aufführung nach zwei Jahren Corona-Pandemie und die Premiere für Regisseurin Teresa Kempf, die „Sein oder Nichtsein“ mit elf Schauspielerinnen und Schauspielern einstudiert hat.

Die Handlung ist kurz vor dem zweiten Weltkrieg angesiedelt und dreht sich um ein polnisches Theaterensemble, dass das satirische Stück „Gestapo“ einstudiert. Doch die Regierung in Polen sägt die Premiere ab, aus Sorge, Hitler zu verärgern. Bleibt also nur noch das Stück Hamlet übrig. Gerade als der selbst ernannte Star-Schauspieler Josef Tura (Robert Ziegler) die bekannten Zeilen „Sein oder Nichtsein“ aus Shakespeares Stück schmettern möchte, verlässt ein Zuschauer die Ränge und unterbricht ihn unsanft. Was Tura nicht weiß: Seine Frau und ebenfalls Schauspielerin Maria (Rebecca Tettenborn-Feifel) vergnügt sich mit eben jenem in der Garderobe.

Doch dann beginnt der Krieg und die Nazis besetzen Polen. Die Zeiten ändern sich drastisch und das Ensemble verarmt zusehends. Als es aber darum geht, das Leben polnischer Untergrundkämpfer zu schützen und einen Spion der Gestapo auszuschalten, nehmen die Darsteller all ihren Mut zusammen. Wie in der zuvor verbotenen Komödie „Gestapo“ schlüpfen sie in die Rolle von Nationalsozialisten und versuchen das Leben der Untergrundkämpfer und ihr eigenes zu retten. Dabei treffen sie unter anderem auf den extrovertierteren Gruppenführer Erhardt (Marisa Brenner), der ihnen das Leben zur Hölle macht.

Nach der gelungenen Premiere eines Stückes, das sich trotz des prekären Themas durch viel Humor auszeichnet, gibt es minutenlangen, verdienten Applaus für das Ensemble. „Alle haben die Energie hochgehalten und nochmals zugelegt“, freut sich Regisseurin Theresa Kempf.

Alle haben nochmals zugelegt.“

Theresa Kempf, Regisseurin
Nach zwei Jahren Pause feiert die STOA wieder eine Premiere mit dem Stück „Sein oder Nichtsein“ von Nick Whitby.
Nach zwei Jahren Pause feiert die STOA wieder eine Premiere mit dem Stück „Sein oder Nichtsein“ von Nick Whitby.
Nach zwei Jahren Pause feiert die STOA wieder eine Premiere mit dem Stück „Sein oder Nichtsein“ von Nick Whitby.
Nach zwei Jahren Pause feiert die STOA wieder eine Premiere mit dem Stück „Sein oder nichtsein“ von Nick Whitby.
Nach zwei Jahren Pause feiert die STOA wieder eine Premiere mit dem Stück „Sein oder Nichtsein“ von Nick Whitby.

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