Strahlung messen und nutzen

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Prof. Dr. Günter Dittmar, emeritierter Professor für Optical Engineering und Applied Photonics an der Hochschule Aalen, wurde auf der Internationalen Messe für Innovationen, Erfindungen und Neuerungen in Nürnberg mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Foto

Prof. Dr. Günter Dittmar und Prof. Dr. Jürgen Nolting von der Hochschule Aalen gewinnen Erfinderpreis für Röntgensensor SILIX. Was der Sensor kann.

Aalen

Immer häufiger wird die Bearbeitung von Werkstücken mit Lasermaschinen vorgenommen. Die Vorteile gegenüber anderen Fertigungsverfahren liegen auf der Hand: vielfältige Anwendungsgebiete, hohe Präzision und Wirtschaftlichkeit. Um unvermeidbare Strahlung zu messen und zu nutzen, haben Professor Dr. Günter Dittmar und Professor Dr. Jürgen Nolting von der Hochschule Aalen Verfahren und Messgeräte entwickelt, die jetzt auch auf der Internationalen Messe für Innovationen, Erfindungen und Neuerungen in Nürnberg mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurden. Dies teilte die Hochschulverwaltung mit.

Strahlung bei der Bearbeitung von Werkstücken mit Lasermaschinen erkennen und damit sogar die Laserprozesse optimieren – dies hat Prof. Dr. Günter Dittmar, emeritierter Professor für Optical Engineering und Applied Photonics an der Hochschule Aalen, laut Schreiben mit seiner Erfindung erreicht. „Gemeinsam mit Prof. Dr. Jürgen Nolting, Prodekan der Fakultät Optik und Mechatronik und Studiendekan Augenoptik/Optometrie, hat er beobachtet, dass bei der Bearbeitung von harten Werkstoffen (Keramik, Glas oder Hartmetallen), und bei der Bearbeitung von filigranen Mikrobauteilen (zum Beispiel medizinischen Stents oder Solarzellen) unter Ultrakurzpulslasern ab einer bestimmten optischen Bestrahlungsstärke eine unvermeidbare Strahlung bei der Materialbearbeitung entsteht“, so die Hochschule weiter.

Ein Warnsystem

Dafür entwickelten sie laut Schreiben dringend benötigte Verfahren und Messgeräte. Nun wurde demnach ihr Röntgensensor „Silix“ als weltweit erstes kommerziell verfügbares Warn- und Steuergerät für Lasermaschinen mit ultrakurzen Laserpulsen auf der Internationalen Messe für Innovationen, Erfindungen und Neuerungen ausgezeichnet. Eine Prüfungskommission prämierte laut Hochschulverwaltung dieses Exponat mit der Goldmedaille.

„Die Mitbewerberinnen und Bewerber um den Preis kamen aus der ganzen Welt, von China und Korea bis Großbritannien, Russland und Deutschland. Erfinderinnen und Erfinder aus 17 Ländern präsentieren insgesamt rund 350 Neuheiten auf der Messe in Nürnberg“, so die Hochschule weiter.

Dittmar erklärt: „Mit dem Röntgensensor kann der Fertigungsprozess überwacht und optimiert werden. Der 'Silix' ist auch ein Wachhund, denn er erzeugt bei zu starker Röntgenstrahlung Warnsignale, die sofort an die Maschinensicherung weitergeleitet werden.“

Als in Echtzeit messendes Röntgenspektrometer sei die Erfindung darüber hinaus auch in der Lage, nicht nur Warn- und Steuerinformationen zu generieren, sondern das gemessene Röntgenspektrum live anzuzeigen, wie Dittmar sagt.

Die ersten Exemplare der Röntgensensoren „Silix“ seien bereits im praktischen Einsatz in der Industrie und in der Forschung.

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