Stromschlag durch Oberleitung: Verlegung des Skaterparks 2018 schon geplant

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Vor zwei Jahren wurde bereits wegen des Standorts der Anlage diskutiert. Warum sie nie verlegt wurde.

Aalen. Seit Anfang 2011 gibt es den Skaterpark unter der Hochbrücke in Aalen. Jüngst kam es in seiner Nähe auf den Bahngleisen zu zwei tragischen Unfällen. Eine 16-Jährige starb am Mittwoch, als sie auf den Container eines dort abgestellten Güterzugs kletterte und von einem Stromschlag getroffen wurde. Ein 16-Jähriger erlitt nach einem Stromschlag im September 2019 schwere Verbrennungen. Auch er war zunächst auf dem Skaterplatz unterwegs gewesen und dann auf einen abgestellten Güterzug geklettert.

Weitere ähnliche Unfälle seit der Skaterpark 2011 an den Bahngleisen unter der Hochbrücke eröffnet worden ist, sind weder bei der Stadtverwaltung noch beim Polizeipräsidium bekannt. Das berichten die städtische Pressesprecherin Karin Haisch und Polizeisprecher Holger Bienert.

Nach den beiden jüngsten Vorfällen wurde die Forderung laut, den Skaterpark zu verlegen, um Kinder und Jugendliche von den Bahnanlagen fernzuhalten. 2018 war eine Verlegung im Gemeinderat bereits einmal in der Diskussion. Allerdings aus anderen Gründen. Die Stadtverwaltung hatte damals angedacht, auf dem Skaterplatz 27 Stellplätze für Mitarbeiter im Rathaus zu schaffen. Die Jugendlichen selbst hatten sich wohl auch einen größeren, schöneren Platz an anderer Stelle gewünscht.

Doch solche Pläne sind bis heute nicht verwirklicht worden. Die Stadt hat 44 bis dahin öffentliche und wenig genutzte Parkplätze in der Nähe des Skaterparks in Stellplätze für die eigenen Mitarbeiter verwandelt. Die Wünsche der Jugendlichen, was eine neue und größere Anlage angeht, sind laut Karin Haisch an einem neuen Standort wohl nicht umsetzbar gewesen. "Zudem ist das Pumptrack-Fahren inzwischen bei den Jugendlichen sehr beliebt und wird stark nachgefragt", sagt die Pressesprecherin der Stadt. "Deshalb wurden in Waldhausen und in Fachsenfeld Pumptrackanlagen angelegt. Zudem wird in den Dürrwiesen in Kürze eine weitere Anlage entstehen."

Karin Haisch betont außerdem noch einmal, dass der Skaterpark bereits jetzt mit zwei Zäunen und Verbotsschildern gesichert ist und dass die Stadtverwaltung nun gemeinsam mit der Bahn überlegen will, was darüber hinaus noch getan werden kann, um Unglücksfälle wie diese beiden in der Zukunft zu verhindern.

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