Suchdienst des DRK ist gefragt

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Sabine Nemesch gratuliert Andrea Stumpp-Dülch (v.r.) zur 2000. Beratung in der Suchdienststelle.

Wie das DRK auch in medialen Zeiten hilft, Familien auf der Flucht wieder zusammenzuführen.

Aalen. Wenn man im Jahr 2022 an den Suchdienst denkt, erinnert man sich an Rotkreuzschwestern im 2. Weltkrieg, die in Zelten auf Karteikarten vermisste Personen dokumentierten. Im Jahr 2022 - im Zeitalter von Mobiltelefonen und Internet - wird doch der Suchdienst nicht mehr benötigt.

Aber was ist, wenn plötzlich wieder Krieg ist. Wenn Städte bombardiert werden, das Mobilfunknetz ausfällt. Wenn Menschen auf der Flucht aus ihrem Land ihre Smartphones und Tablets verlieren, weil sie Angst um ihr Leben haben und zu wenig Aufmerksamkeit auf materielle Dinge richten. Wenn nur ein Teil der Familie es schafft in ein anderes Land zu fliehen, sich selbst in Sicherheit zu bringen.

Dann wird der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes wieder gebraucht. Die weltweiten politischen Entwicklungen der letzten Jahre ließen viele neue Krisenherde entstehen, die auch Einfluss auf die Tätigkeit der Suchdienst-Beratung bei uns im DRK in Aalen hatten.

Die Beratungstätigkeit erstreckt sich über ein weites Feld: Internationale Suche nach vermissten Angehörigen, rechtliche Beratung zur Familienzusammenführung von und zu Flüchtlingen sowie Schicksalsklärungen.

Seit dem Jahr 2006 wurden von der Suchdienst-Leiterin Andrea Stumpp-Dülch rund 2000 Beratungen durchgeführt.

Dafür danken ihr Dorota Dziwoki (Leiterin DRK-Suchdienststelle) sowie Sabine Nemesch (stv. Geschäftsführerin des DRK-KV Aalen e.V.) ausdrücklich und von Herzen.

Die Kontaktdaten der Suchdienststelle: Andrea Stumpp-Dülch, Tel: (07362) 956 811, andrea.stumpp-duelch@drk-aalen.de.

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