Tannenwäldle: BMX-Radler wollen Dialog

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Carsten Schymik von der Initiative Mountainbike regt einen runden Tisch an und sieht die Stadt in der Pflicht.

Aalen. Carsten Schymik, Sprecher der Deutschen Initiative Mountainbike Ostwürttemberg (DIMB), nimmt in einem Schreiben an die Redaktion Stellung zum Artikel "Tannenwäldle: Verbot für BMX-Radler?", der am 17. September in der SchwäPo erschien. Darin schlugen BUND-Mitglieder vor, neue Plätze für BMX- Radler zu finden.

Die DIMB IG Ostwürttemberg sei in die Thematik rund um das Tannenwäldle eingebunden. "In dem Flurstück befand sich bis Frühjahr 2018 laut der Internetpräsenz der Stadt Aalen auch eine BMX-Strecke. Diesen Status als genehmigte Sportanlage hat es in Wirklichkeit allerdings nie gegeben", schreibt Schymik. Trotzdem wurde die Nutzung der bestehenden Wege seit vielen Jahren geduldet und sehr viele Kinder und Jugendliche besuchen diese Strecken tagtäglich, um das Fahren mit dem Mountainbike im Gelände zu erlernen, wie er weiter sagt. Bei Flurputzenten habe der RRC Aalen gemeinsam mit der DIMB IG Ostwürttemberg das Flurstück von Müll befreit.

Seit Langem boome das Dirtjumpen. Bei dieser Facette des Bikesports wird über Schanzen abgesprungen und auf einem Landehügel gelandet. In der Flugphase werden Tricks durchgeführt. "Da es trotz des Bedarfs für eine solche Sportanlage in der Region keine Möglichkeit gibt, dies legal zu trainieren, wurden auch im Tannenwäldle immer wieder nicht autorisierte Erdarbeiten durchgeführt", so Schymik und weiter: "Wir haben dieses Geschehen kritisch beobachtet und mehrfach mit der Stadt Aalen Gespräche geführt, um aufzuzeigen, dass es hier einen erheblichen Bedarf an Trainingsmöglichkeiten gibt. Uns wurde daraufhin zugesagt, dass nach einem Gelände hierfür gesucht wird."

Viel getan habe sich in dieser Sache nicht, sagt Schymik. Mangels Alternativen werde daher weiterhin im Tannenwäldle gefahren. "Wir sind natürlich weiterhin daran interessiert, (...) den Dialog zwischen Dirtjumpern und Mountainbikern, dem Forst-, Ordnungs-und Grünflächenamt sowie selbstverständlich den Vertretern der Naturschutzverbände aufrecht zu erhalten. Wir werden daher versuchen, in den nächsten Wochen einen runden Tisch zu initiieren." Die Sportler hoffen, dass die Stadt die finanziellen Mittel für den Bau des Pumptracks in den Dürrwiesen und die Erweiterung des Bikeparks Waldhausen bereitstellt. Dies würde das Tannenwälde entlasten.

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