Tauschen statt kaufen - neue Besitzer für alte Schätze

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Bei der Aktion am neuen Kulturbahnhof wurde Kleidung und vieles mehr angeboten. Verschiedene Initiativen aus der Stadt beteiligten sich.
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Das Theater der Stadt Aalen organisiert den ersten Tauschmarkt im urbanen Garten. Wie die Aktion zum Umdenken anregen soll.

Aalen

Wir leben alle auf dieser einen Erde. Was wir aus ihr machen, wie wir mit ihr umgehen und welchen Nutzen wir aus ihr ziehen, entscheidet letztlich jeder selbst. Beuten wir unseren Planeten aus oder sind wir, so weit es geht, ihm gegenüber wohlwollend eingestellt? Um diese Fragen ging es im Grunde beim ersten Tauschmarkt des Theaters der Stadt Aalen am Sonntag im urbanen Garten am Kubaa. Der Markt war Teil der Veranstaltungsreihe im Rahmen des Sommerthemas des Theaters, „Planet der Herzen“.

In Kooperation mit der Kulturküche Aalen, Act for transformation und dem Umwelthaus sorgte das Theater dafür, dass alte Schätze oder Flohmarktartikel zum Tausch angeboten wurden: Dinge, die eigentlich nicht mehr gebraucht werden, aber zu schade sind zum Wegwerfen. Für die Bereiche Bücher, Haushaltswaren, Accessoires, Kleider und Kindersachen durften die Aalener auch während der laufenden Aktion alles bringen, was noch gut und brauchbar ist, aber nicht mehr benötigt wird.

Anne Klöcker vom Theater erklärte am Infotisch, wie die Tauschaktion funktioniert. „Jeder oder jede, die tauschen möchte, bekommt fünf Kronkorken. Mit diesen hat man die Chance, fünf Dinge zu tauschen. Gekauft werden, wie bei einem Flohmarkt, geht nicht“. Hat man was zu bieten und möchte etwas haben, kommt es zum Dialog, einem Austausch und letztlich zu einem oder mehreren neuen Gegenständen. Doch auch hier sollte es nicht darum gehen, unbedingt etwas Neues anzuschaffen und es eventuell dann doch nur wieder rumstehen zu haben. „Man sollte sich immer Gedanken machen, ob ich das neue Teil auch wirklich brauche, selbst wenn es nichts kostet“, erklärte Anne Klöcker.

Aber man musste nicht unbedingt tauschen, man durfte seine Sachen auch bringen, damit andere damit tauschen konnten. Wichtig war nur, dass am Ende alle ihre Sachen wieder abholten, damit nichts entsorgt werden musste. Was wäre das Theater, wenn es nicht auch etwas präsentieren würde? Am Sonntag waren es nicht die Schauspielerinnen und Schauspieler, die im Vordergrund standen. Jeder, der etwas getauscht hatte, durfte um 13 Uhr auf dem „Walk of Fair“, einer Art Modenschau, seine neuen Schätze dem Publikum präsentieren.

Der ökologische Fußabdruck

Parallel zur Tauschbörse fand im urbanen Garten eine Aktion statt, bei der sich jeder seinen persönlichen ökologischen Fußabdruck berechnenlassen konnte: Wie viele Erden verbrauche ich durch mein Verhalten im Alltag? Dazu lagen, auf dem Boden verteilt, 40 großformatige Fußabdrücke, auf denen beispielsweise gefragt wurde, ob man vegan oder vegetarisch esse, man mit dem Flugzeug in den Urlaub fliege oder Sprit-sparend fahre.

Durch die aufgezeigten Punkte, je nach Antwort, ließ sich daraus der individuelle ökologische Fußabdruck in den Bereichen Energie, Konsum, Ernährung und Mobilität berechnen.

Mehr Bilder gibt's online unter www.schwaepo.de.

„Man sollte sich immer Gedanken machen, ob ich das neue Teil auch wirklich brauche.“

Anne Klöcker, Theater der Stadt Aalen

Tauschen, damit die Erde nicht überquillt

Tauschmarkt im KubAA
Tauschmarkt im KubAA © Oliver Giers
Tauschmarkt im KubAA
Tauschmarkt im KubAA © Oliver Giers
Tauschmarkt im KubAA
Tauschmarkt im KubAA © Oliver Giers
Tauschmarkt im KubAA
Tauschmarkt im KubAA © Oliver Giers
Tauschmarkt im KubAA
Tauschmarkt im KubAA © Oliver Giers
Tauschmarkt im KubAA
Tauschmarkt im KubAA © Oliver Giers

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