THGler tüfteln von der Idee bis zur letzten Schraube

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Schüler-Ingenieur-Akademie Abschluss bei Südwestmetall in Aalen.
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Zwei Hoverboards bauten die 13 Schülerinnen und Schüler bei der Schüler-Ingenieur-Akademie.

Aalen. Planen, tüfteln, bauen, den Fortschritt wissenschaftlich erfassen - das und mehr wurde von den 13 Schülerinnen und Schülern des Aalener Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) bei der Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) gefordert. Bei der SIA, die es in Aalen seit 2002 gibt und von Südwestmetall unterstützt wird, geht es darum, Schülerinnen und Schüler in die Welt der Metall- und Elektroindustrie einzuführen. Das allerdings nicht über Formelsammlungen und viel Theorie, sondern mit Praxis. Gesagt, getan - zwei Hoverboards haben die Nachwuchstüftlerinnen und Tüftler im Rahmen des Projekts, von der ersten Idee, bis zur letzten Schraube, gebaut. Die Firmen Seydelmann und Kessler & Co. unterstützten die SIA.

Nein, Hoverboards sind nicht die fliegenden Skateboards aus dem zweiten Teil von "Zurück in die Zukunft". Stattdessen geht's um eine Art Brett, an dem links und rechts je ein Rad befestigt ist. Eine einzelne Person kann das Board dann mittels Gewichtsverlagerung, Balance und Geschick in die gewünschte Richtung lenken. Und zwei dieser Gefährte stammen nun aus dem Hause THG. Und zwar komplett. Das Brett, die Mechanik und Elektrik, aber auch das nötige Programmieren - alles haben die Schülerinnen und Schüler, die sich bei der SIA beworben haben, in zwei Gruppen selbst bewältigt. "Bei der Sensorik hatten wir das Glück, dass wir zwei Spezialisten in der Gruppe hatten", berichtet Anna Lena. Sie ließ sich kurz vor Bewerbungsschluss noch überreden, mitzumachen. "Und bereue es nicht."

Fragt man die Abiturienten, ob sie die SIA empfehlen können, nicken alle. "Ich denke, viele von uns wollen studieren gehen", vermutet Bianca Nguyen. Gar nicht verkehrt also, schon einmal an wissenschaftliches Arbeiten und die Praxis herangeführt zu werden. Doch jede Minute beim Tüfteln war erfüllt von Arbeit - es gab auch lustige Momente, wie die Gruppe berichtet. Zum Beispiel, als die Spannung auf einen der Treiber erhöht wurde. Ergebnis: Stichflamme. "Ein Produktionsfehler" des Bauteils, wie Tim Wieland herausfand. Einziger Wermutstropfen für Felix Schneider bei der SIA: "Dass wir nicht in die Betriebe reindurften." Denn eigentlich seien auch dort Etappen vorgesehen gewesen. Coronabedingt fielen diese jedoch aus. Das Zertifikat für den erfolgreichen Abschluss der SIA durften trotzdem alle mit nach Hause nehmen. Erik Roth

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