Tibor Niedermayer: der Tüftler aus Unterrombach

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Tibor Niedermayer (40) aus Unterrombach mit seinem digitalen Pegel-Management-System.

Der 40-jährige Ingenieur hat etwas erfunden, das es so in Deutschland noch nicht gab.

Aalen. "Ökologie und Praktikabilität für den Nutzer sind oberste Maxime", sagt Tibor Niedermayer. Er hat ein digitales Pegel-Management-System als Ergänzung für Zisternen und Wassertanks entwickelt, das bundesweit Alleinstellungsmerkmal hat. Ein Gerät für die praktische Nutzung eines Wasserspeichers. Im Gespräch mit dieser Zeitung geht er auf die Zielstellung ein.

Anwendung für die Zisterne

Der Standardanwendungsfall für den Häuslebauer ist die Zisterne. "Oftmals ist der Bau einer Zisterne vorgeschrieben, es ging mir um eine sinnvolle und effiziente Nutzung", blickt Niedermayer auf die Anfänge zurück. Die sei nur dann möglich, wenn man weiß, wie viel Wasser noch zur Verfügung steht.

Wer die Toilettenspülung aus der Zisterne speist, der kennt die Situation im Sommer, wenn es wegen des Klimawandels schon einmal sein könne, dass nicht mehr genug Wasser zum Spülen bereitstehe und dann ohne Vorwarnung kein Wasser mehr komme.

Hier setzt das System des Tüftlers aus der Weststadt an, indem es durch das automatische Nachspeisen von Trinkwasser in die Zisterne für einen Mindestfüllstand sorgt und somit ein "Trockenlaufen ausgeschlossen ist". Das Produkt nennt sich "DLMS – das digitale Pegel-Management-System". Die Verwendung ist multifunktional – einsetzbar für Zisternen, Tanks, Brunnen und Gruben.

Tibor Niedermayer ist Diplom-Ingenieur der Elektro- und Informationstechnik und hauptberuflich Projektleiter für elektronische Systeme bei einem großen Unternehmen im Ostalbkreis. Das Basteln und später das Tüfteln habe ihn schon als kleiner Spund begleitet, lacht er und er fügt hinzu: "Letztlich sind es Synergie-Effekte, mein Wissen aus dem Nebenjob hilft dem Hauptjob und umgekehrt."

Bundesweit einmalig

Zurück zur Erfindung und zum bundesweiten Alleinstellungsmerkmal. Da Niedermayer Besitzer eines "Smart Home" ist, indem jede Funktion automatisiert und per Handy gesteuert werden kann, wollte er auch den Zustand der Zisterne auf dem Handy greifbar machen.

Bei einer Marktrecherche habe er festgestellt, dass es kein System gab, das dafür geeignet ist, erzählt er. Nicht ohne Stolz erwähnt der Tüftler, dass es zwar schon einige Systeme am Markt gebe, aber "jeweils mit Einschränkungen und nicht so langlebig und flexibel an die Gegebenheiten anpassbar".

Nächstes Projekt in Arbeit

Daraus sei die Idee entstanden, ein universelles und robustes System zu entwickeln mit einem deutlich größeren Einsatzspektrum und mit der komplexen Zusammenfassung vieler Funktionen in einem Gerät.

"Es geht um Ökonomie und Ökologie, der Nutzer spart Geld und hat einen Mehrwert", fasst Niedermayer zusammen. Kurzum: Die Installation ist vereinfacht und funktioniert in jedem Behälter.

Nach dem Prinzip "Stehenbleiben ist Rückschritt" schaut der 40-Jährige bereits in die Zukunft. Als Nächstes will er sich komplexeren Regelfunktionen – wie zum Beispiel der Füllstandsregelung für Pools und Schwimmbäder – zuwenden.

Mehr zur Entwicklung unter www.zisternensteuerung.de.

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