"Trendstore" und "Unverpackt" schließen im Kubus in Aalen

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Geschäft Trendstore schließt seine Filiale im Aalener Kubus.
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Darum verlassen Stephanie Adler und Steffen Klein das Einkaufszentrum. Gibt es bereits einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für die Räume? Das hat Klein in Westhausen vor.

Aalen. Die Katze ist aus dem Sack: "Unverpackt" und der "Trendstore" verlassen das Einkaufszentrum Kubus in Aalen. Das bestätigen die Inhaberin Stephanie Adler und der Inhaber Steffen Klein auf SchwäPo-Nachfrage. Wie kam es zu diesem Schritt?

"Unverpackt":

Stephanie Adler wollte es lange Zeit nicht wahrhaben, dass das Geschäft im Kubus nicht läuft. Sie habe Werbung gemacht, Aktionen gestartet und gehofft, dass der Laden, in dem es von Nudeln bis zum Waschmittel alles unverpackt gibt, von der Kundschaft angenommen wird. "Der Umsatz war zu gering", sagt Stephanie Adler, die in Schwäbisch Gmünd seit sechs Jahren und in Aalen seit 2018 ein Geschäft betreibt. "Nach dem Brand im Kubus sind wir zweimal umgezogen, dann kam Corona und wir sind in Aalen nicht mehr auf die Füße gekommen", sagt die Inhaberin. "Es war, wie wenn wir vergessen worden wären."

"Corona war der Todesschuss."

Stephanie Adler Inhaberin "unverpackt"

Gesundheitlich habe sie unter dieser Situation gelitten. Die Entscheidung zu schließen, habe sie schnell, am vergangenen Freitag, getroffen. "Ich bin traurig, aber der Schritt ist für mich der richtige." Ihre zwei Mitarbeitenden in Aalen und die Aushilfen könne sie leider nicht weiter beschäftigen. Der letzte Einkaufstag ist am Samstag, 18. September. Auch ein Teil des Inventars kann gekauft werden. Was übrig bleibt, komme in den Laden nach Gmünd. Dort, sagt Stefanie Adler, laufe das Geschäft gut. "Wir sind klein gestartet und haben unsere Stammkundschaft", erklärt sie und fügt hinzu: "Vielleicht wäre das in Aalen auch so gekommen, doch Corona war der Todesschuss." Die Gemeinschaft im Kubus unter den Ladenbesitzerinnen und -besitzern habe sie genossen. "Die Atmosphäre dort ist toll."

"Trendstore":

Vergangenes Jahr hat der gelernter Metallbauer und Erfinder der Sun-Divan-Liegen, Steffen Klein, das 250 Quadratmeter großen Geschäft im Obergeschoss bezogen. Knapp ein Jahr später ist Schluss. Der letzte Verkaufstag wird vermutlich am Donnerstag, 30. September, sein. "Der Vermieter wollte unseren Vertrag nicht verlängern und wir wurden gekündigt", sagt der Inhaber. Ein "Drama" mache er daraus nicht. Der Kubus sei für ihn "tot", sagt er. "Wir wollten am Ende auch raus." Es habe Tage gegeben, da hätten zehn Kundinnen und Kunden seinen Laden betreten. Er sei verärgert über den Verwalter und hätte sich ein Gespräch mit diesem gewünscht. "Wir haben den Kubus aufgewertet", sagt er. "Es war ein Versuch und wir hatten eine tolle Zeit mit den Nachbarn", betont Klein.

Liegen, Dekoartikel für den Garten, Feuerkörbe & Co. gibt's im Ostalbkreis weiterhin. Klein will Ende Oktober einen Laden in der Deutschordenstraße 9 in Westhausen eröffnen. "Es wird mehr ein Schauraum für unsere Möbel werden", erklärt er. Dort werden auch die beiden Mitarbeitenden, die bisher im Kubus beschäftigt waren, arbeiten, wie der Inhaber sagt.

Wie es weiter geht

Wie geht es weiter im Kubus? Die SchwäPo hat bei Maike Merz, PR-Sprecherin des Centers, nachgefragt. "Die Auflösung des Eventmietvertrags des Trendstores wurde vorgenommen, um den Weg für die konzeptionelle Neubelegung im Obergeschoss zu ebnen", sagt Maike Merz. Es sei von Beginn an klar gewesen, dass es ein temporäres Mietverhältnis ist. Genaueres über die Neubelegung könne sie im Moment nicht sagen.

"Wir bedauern es, dass ein zeitgemäßes und wichtiges Konzept wie "Unverpackt" den Kubus und Aalen verlässt", sagt sie weiter. Was mit den Räumen im Erdgeschoss passiert, sei noch unklar.

Maike Merz ist mit dem Zulauf im Kubus zufrieden. "Auch während der Pandemie gab es Neueröffnungen und wir haben ein gut durchmischtes Sortiment", sagt sie. Ziel sei, die Leerstände zu nutzen, denn diese seien unvermeidbar. Im Obergeschoss etwa wird eine freie Fläche als Ausstellungsraum genutzt. Noch bis 1. Oktober stellt dort Johannes Raschke seine Werke aus. Freitags ist der Künstler von 17 bis 19 Uhr und samstags von 11 bis 13 Uhr vor Ort.

  • Gutscheine & Co. bei "Unverpackt"
  • Gutscheine sind weiterhin im Geschäft in Gmünd gültig. Alle Heldenkarten ebenso. Wenn Ihnen der Weg zu weit ist, können Sie Ihre neu erworbene oder verlängerte Heldenkarte in einen Gutschein zurück tauschen oder ausbezahlen lassen. Falls Sie einen Gutschein oder eine Rückerstattung wünschen, senden Sie bitte eine E-Mail (mail@unverpackt-gd.de).
Die "Unverpackt"-Filiale im Aalen Kubus wird geschlossen.

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