Trommeln für die Menschenwürde

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Für Solidarität, Menschlichkeit und Toleranz traten gut 50 Menschen vor dem Rathaus ein.

Integrationsausschuss, Kirchen und Kulturvereine machen auf die Situation von rund 100 Millionen Geflüchteten weltweit aufmerksam.

Aalen
Am vergangenen Montagabend versammelten sich rund 50 Personen vor dem Rathaus, um auf die Situation der fast 100 Millionen Flüchtlinge weltweit aufmerksam zu machen.

Unter dem Motto „Für Solidarität, Menschlichkeit und Toleranz“ fand am Montagabend, 20. Juni, die Kundgebung zum Weltflüchtlingstag statt.

Aufgrund von Regen musste diese kurzfristig in das Foyer des Rathauses verlegt werden. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Integrationsausschuss der Stadt Aalen.

Die Integrationsausschussmitglieder Mehtap Derin und Cigdem Celik eröffneten die Kundgebung und forderten eine „Gleichbehandlung aller Flüchtlinge an der EU-Außengrenze“.

„Jeder Mensch hatte seine Gründe, warum er auf der Flucht ist. Wir wollen diese Gründe respektieren. Denn allen Menschen ist gemein, dass sie in Frieden leben möchten“, so Juliane Ulbert von der Stabsstelle für Chancengleichheit, demografischen Wandel und Integration. Paul, Mitglied des afrikanischen Kulturvereins, ist selbst Geflüchteter aus Kamerun. Dass vom beinahe sechs Jahre andauernden Bürgerkrieg in Kamerun kaum jemand mitbekomme, begründete er mit den Worten „Nobody is talking about it. Nobody cares.“

Pfarrer Bernhard Richter (Evangelischen Kirchengemeinde), Eva-Maria Markert (Integrationsausschussmitglied/ Omas gegen Rechts), Herma Geiß (ATACC) sowie Ehsan Farsi (Carle Note) sprachen sich für die Menschen auf der Flucht aus, die fernab der medialen Aufmerksamkeit liegen und forderten mehr Menschlichkeit und Zusammenhalt, da jeder und jede jederzeit zum Flüchtling werden könne. Im Gedenken an alle Flüchtlinge auf der Welt versammelten sich alle Teilnehmenden zum Ende der Veranstaltung für eine Schweigeminute vor dem Rathaus.

Untermalt wurde die Kundgebung mit afrikanischen Trommelrhythmen vom Afrikanischen Kulturverein e.V., vertreten durch das Integrationsausschussmitglied Pierre Kedagni.

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