Trotz Corona: souveräne Auftritte

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Sofia Fedosenko aus Aalen. Sie hat die Höchstpunktzahl von 25 Punkten und damit eine Weiterleitung zum Landeswettbewerb erreicht.
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Am Samstag fand im KubAA in Aalen der 58. Wettbewerb „Jugend musiziert“ statt. Rund 40 Musikerinnen und Musiker in Altersgruppen ab 2009 und jünger waren angemeldet.

Aalen

Endlich ist es wieder soweit. Am Samstag konnte mit fünfmonatiger Verspätung der „kleine“ Jugend-musiziert-Regionalwettbewerb in der Musikschule im KubAA in Aalen stattfinden. Bereits zwei coronabedingte Verschiebungen und ein absolvierter Digitalwettbewerb höherer Altersstufen waren vorausgegangen, doch die Altersstufen I und II, Jahrgang 2009 und jünger, durften ihr Können vor einer Jury letztendlich in Präsenz zeigen.

Eine Einschränkung gab es: Lediglich Eltern sowie Musiklehrerinnen und Musiklehrern durften mit vor Ort sein.

Moritz von Woellwarth, Vorsitzender des Regionalausschusses und Akademiedirektor der Musikschulakademie auf Schloss Kapfenburg, zeigte sich erleichtert angesichts der rund 40 jungen Musikerinnen und Musikern, die sich bereits für den Wettbewerb im Januar angemeldet hatten und jetzt, fast ein halbes Jahr später, immer noch dabei waren.

Im Saal herrscht eine gewisse Anspannung, als die Mädchen und Jungen mit oder an ihren Instrumenten vor der Jury stehen oder sitzen. Auch die Eltern und die Musiklehrer fiebern mit, halten die Daumen gedrückt. Jonas Schröder und Karla Hägele etwa treten als Du - Klavier und Streichinstrument - auf. Sie geben sich sicher, spielen ihre Stücke souverän und ernten von den wenigen Zuhörern Applaus. Ob es am Ende gereicht hat, entscheiden die Juroren, die sowohl auf Fingerfertigkeit als auch auf saubere Töne, Geschwindigkeit und die Haltung achten.

Da Jonas und Karla in der Altersgruppe Ib spielen, gibt es für sie keine Weiterleitung zum Landeswettbewerb vom 16. bis 18. Juli in Calw. Dorthin können es nur die Erstplatzierten der Altersgruppe II schaffen, wenn mindestens 23 von 25 Punkten erreicht werden.

In der Aalener Musikschule haben neben den Klavier und Violinen-Duos auch Schlagzeugensembles sowie in der Solowertung Trompete, Horn, Tenorhorn und Posaune als Blechblasinstrumente, weiterhin Gitarre, Blockflöte, Querflöte und und Klarinette hohe Punktzahlen erreicht.

„In den jeweiligen Ausschreibungen, erläutert von Woellwarth, ändern sich die Instrumente, Duos und Ensembles jährlich.“ Das heißt, kommen in diesem Jahr die einen Instrumente vor die Jury, sind es im nächsten Jahr andere, etwa Akkordeon, Kontrabass und Gesang. Das legt der Landesmusikrat fest - und entsprechend hoch oder niedrig sind dann die Teilnehmerzahlen.

Anmelden können sich alle. „Man muss nicht in einem Verein oder einer Musikschule sein“, macht Nadine Vossler deutlich. Sie ist als Assistenz der Geschäftsleitung für die Austragung des Wettbewerbs vor Ort zuständig. „Allerdings treffe das schon auf ungefähr 90 Prozent zu“, ergänzt sie. „Wir sind sehr erfreut, dass man den KubAA als neue Location für solch eine Veranstaltung nutzen kann“, sind sich Vossler und von Woellwarth einig. „Die Räumlichkeiten geben viel her, es ist Platz und eine tolle Atmosphäre.“

„In diesem Jahr waren die Bedingungen sehr schwierig“, so Moritz von Woellwarth. Die Duos konnten sich wegen der Haushaltsregelung nicht regelmäßig treffen und auch das Üben in den Musikschulen war nicht immer einfach. Um so erfreuter ist er, dass es überhaupt wieder ein Vorspielen gab, wenn auch das große Publikum gefehlt hat.

An der Violine spielt Karla Hägele aus Schwäbisch Gmünd. Ihr Duopartner am Klavier heißt Jonas Schröder und ist ebenfalls aus Schwäbisch Gmünd.
Instrumente werden desinfiziert.
Vorbereitungen vor dem Auftritt
Naemi Mühleisen. Sie ist aus Gerstetten und hat gestern in der Kategorie „Querflöte“ mit 25 Punkten einen ersten Preis erreicht.

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