Trotz Kälte: Gute Stimmung auf und vor der Bühne

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Galgenbergfestival 2021 Riders connection
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Beim Galgenbergfestival kamen Freunde guter, handgemachter Musik wieder voll auf ihre Kosten.

Aalen. Mit dem Vereinsorchester und der Vorband Funk Attack startete am Freitag das Galgenberg-Festival zum zweiten runden Geburtstag. 20 Jahre und kein bisschen leiser. Auch am Samstag nicht, als es mit I-Fire, Norbert Schneider und der Riders Connection noch mal so richtig zur Sache ging.

Bibbern und bangen, ob das Wetter hält, denn die Aussichten am Samstagnachmittag waren nicht gerade vielversprechend. Es schüttete, der Himmel war grau und verhangen. Ob es schließlich an der Band I-Fire lag, die mit ihrer Reggae-Musik die Sonne hinter den Wolken hervorlockte oder ob der Himmel generell ein Einsehen hatte, weil das vergangene Jahr für die Kulturszene sowieso schon mehr als bescheiden war, konnte nichtendgültig geklärt werden. Wenn auch nicht sonderlich warm, so doch zumindest trocken, konnten die Konzertbesucher einen weiteren Festivalabend mit und unter Freunden genießen.

Wie gesagt, die neun Jungs aus Hamburg haben zur Eröffnung des zweiten Teils des Festivals den Besuchern gleich zu Beginn richtig eingeheizt. Neben den Spots der Lichttechnik erstrahlte die Bühne in den letzten Sonnenstrahlen und ließ die Hoffnung auf einen wettertechnisch guten Verlauf hoffen. Die super Stimmung von der der Bühne ging über ins Publikum, das anfänglich noch zaghaft den Weg vor die Bühne zum Tanzen antrat. Der Rhythmus, die entspannte Stimmung von I-Fire, geht ins Blut, von da in die Beine und erfasst schließlich den ganzen Körper. Zwar saß der Großteil der Besucher, doch wurde auch an den Tischen im ehemaligen Gaskesselareal der gesamte Bewegungsapparat eingesetzt – ob man wollte oder nicht.

„Ich bin der König des Dschungels“ machte anschließend der Wiener Musiker Norbert Schneider deutlich, der mit seiner siebenköpfigen Band angereist war. Auch hier, wie bei I-Fire, alles hervorragende Instrumentalisten und Solisten, wie sich während des Auftritts herausstellen sollte. Warmtanzen war angesagt, denn deutlich kühler war es mittlerweile geworden. Aber kein Problem für den charmanten Wiener, der hier und da selbst zur Gitarre griff. Mit seinen Songs lieferte der dreifache Amadeus-Award-Gewinner immer die passende Musik. Egal ob aus der eigenen Feder oder mit Liedern seines Landsmanns Georg Danzer, den er, wie er betonte, nicht kopiere, sondern lediglich neu interpretiere, gefiel er dem Publikum. Handgemachte Musik mit Wiener Charme, gemischt mit Texten, die mal ironischer süßsauer, mal herzergreifend schmalzig daherkamen. Sein erstes wienerische Lied habe er in Stuttgart geschrieben, als er bei der „Kleinen Tierschau“ im Vorprogramm aufgetreten sei, verriet Schneider.

Noch immer trocken von oben und nachkurzer Umbaupause auf der Bühne durften sich die Fans auf den mittlerweile zweiten Auftritt von Riders Connection aus Berlin auf dem Galgenbergfestival freuen. Minimalistisch ausgestattet mit Bass, Gitarre und Gesang, brillierte das Trio mit dem Sound ihrer Körper, respektive Münder. Die Mundtrompete durfte natürlich nicht fehlen, ebenso die fast schon legendäre Beatbox, die Klangfarben erzeugt und damit für den speziellen Sound der Band sorgt. Mit ihrer Musik bedienen Riders Connection jegliches Genre, die Musiker haben Reggae im Blut, singen Balladen und kennen sich auch im Folk und Soul bestens aus. Am Samstag legten die drei Musiker noch eine Schippe drauf. Bis der Platz vor der Bühne leergetanzt wurde.

Galgenbergfestival 2021
Galgenbergfestival 2021 Norbert Schneider

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