TSG Hofherrnweiler: Stadt übernimmt komplette Sanierungskosten des Maulwurf-geschädigten Sportplatzes

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TSG-Vorsitzender Achim Pfeifer zeigt die Problematik: Dutzende maulwurfshügel auf dem Rasenplatz in Hofherrnweiler.
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Gemeinderat setzt sich mehrheitlich durch - Stadt hatte lediglich 50-Prozent-Zuschuss vorgeschlagen.

Aalen. Eins zu Null für die Sanierung des von Maulwurfshügeln übersäten Fußballplatzes der TSG Hofherrnweiler:  Im Zuge der Haushaltsberatungen am Donnerstag hat sich der Aalener Gemeinderat mit deutlicher Mehrheit (bei drei Gegenstimmen: Norbert Rehm, Inge Birkhold und Manfred Traub) gegenüber der Aalener Stadtverwaltung durchgesetzt, wonach die vollen Sanierungskosten in Höhe von 525 000 Euro von der Stadt Aalen übernommen werden sollen. Die Stadtverwaltung hatte ursprünglich vorgeschlagen, die Sanierung des Hauptspielfeldes der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach einmalig mit lediglich 50 Prozent, also mit 262 000 Euro zu fördern.

Große Verletzungsgefahr

Hintergrund: Seit dem 2. Oktober 2021 findet auf dem Hauptsportplatz der TSG kein Fußballspiel mehr statt. Der gesamte Platz ist vom Maulwurf unterhöhlt und dadurch zur großen Verletzungsgefahr für die Spieler geworden. Die Fraktionen der Grünen, CDU, SPD und Freien Wähler hatten bei der Haushaltseinbringung den interfraktionellen Antrag gestellt, den nach der Sportförderungsrichtlinie der Stadt Aalen möglichen Investitionszuschuss an Sportvereine in Höhe von 30 Prozent der förderfähigen Kosten für dieses Projekt einmalig außer Kraft zu setzen. Und einmalig die Baukosten für die Sanierung des „Maulwurffeldes“ in Höhe von geschätzt 525 000 Euro zu 100 Prozent zu übernehmen. 

Gründe für Ausnahmeregelung

Für die Grünen-Fraktion begründete Sandra Bretzger diese Ausnahmeregelung damit, dass die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach im Unterschied zu anderen fußballspielenden Aalener Vereinen über keinen städtischen Sportplatz verfüge. Zudem sei die TSG der zweitgrößte Sportverein in Aalen. Allein die Fußballabteilung zähle etwa 370 Kinder und Jugendliche und drei aktive Mannschaften im Erwachsenenbereich. Momentan sei nur der Kunstrasenplatz bespielbar, der Sportplatz an der Schulze-Delitzsch-Straße sei durch Überflutung ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Bretzger: „Der Kunstrasenplatz allein reicht nicht, um den Fußballbetrieb aufrecht zu erhalten.“

Corona geschuldet

Ausdrücklichen Rückenwind erhielt Bretzger unter anderem von Thomas Wagenblast (CDU), Hermann Schludi (SPD), Thomas Rühl (FW) und Dr. Frank Gläser (AfD). Schludi fügte hinzu, dass Corona zu dieser Ausnahmesituation geführt habe: „Hätte der Platz regelmäßig bespielt werden können, hätte sich der Maulwurf nicht ungestört ausbreiten können.“Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann hatte zuvor angemerkt, dass für die Sanierung des „Maulwurfplatzes“ der Stadtverwaltung seitens des Vereins noch kein Förderantrag vorliege. „Die Kosten wurden bisher gegenüber dem Fachamt nicht beziffert.“

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