Über die Gaben des Heiligen Geistes

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 Pfarrer W. Sedlmeier.
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Was für den Aalener Pfarrer Wolfgang Sedlmeier Pfingsten bedeutet.

Aalen. An Pfingsten feiern die Christen das Fest des Heiligen Geists. Im Vergleich zu Weihnachten und Ostern, die mit wesentlich mehr Emotionen verbunden sind, hat das dritte Hochfest der christlichen Kirchen für viele einen geringeren Stellenwert. Was der Aalener Pfarrer Wolfgang Sedlmeier dazu sagt und was für ihn Pfingsten bedeutet.

„Für mich ist Pfingsten äußerst wichtig, weil man die Wirklichkeit erst aus dem Heiligen Geist heraus verstehen kann“, sagt der Theologe. Was Sedlmeier damit meint? Alles sei vom Geist – vom Ruach Elohim – „gewirkt“. Sedlmeier stellt die rhetorische Frage nach dem, was den Menschen von einem Klumpen Erde unterscheide? Gott blase dem Erdklumpen den Atem ein. „Der Wind und der Atem Gottes sind das, was den Menschen lebendig machen“, so Sedlmeier. Mithilfe von Gottes Atem werde aus Wasser, Kohlenstoff und Kalk ein lebendiger Organismus.

Für Sedlmeier hat der Geist aber auch noch zwei andere, wichtige theologische Aspekte: die Kreativität und die Spiritualität. In der Trinität seien Vater und Sohn viel besser zu greifen, aber ohne Geist gehe gar nichts. Ein konkretes Beispiel? Dass einem zum richtigen Zeitpunkt auch das Richtige einfällt. Dass man etwa schöpferisch tätig ist.

Hinzu komme die Spiritualität, bei der man nicht mehr im Verstand verhaftet bleibe. Der Geist schließe eine neue Tür auf. Sedlmeier nennt diese Ebene Transzendenz, eine Ebene, die das Hier und Jetzt übersteigt.

„Der Geist ist für mich somit das Urprinzip des Seins.“ Sedlmeier spricht dabei vom Geist, der erschafft, der uns Menschen inspiriert und den Menschen ermöglicht, die „andere Wirklichkeit“ als Glaube wahrnehmen zu können.

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