Über die Schättere in die Schule fahren

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Elf Jugendliche haben am Kurs "Kids on Bike" teilgenommen und dabei die Region mit dem Rad entdeckt.

Elf Jugendliche haben an einem Mountainbike-Programm der Deutsche Initiative Mountainbike (DIMB) teilgenommen. Warum die Radlerinnen und Radler gern über die Schättere fahren wollen.

Aalen

Schon im vierten Jahr infolge hat die IG Ostwürttemberg der Deutsche Initiative Mountainbike, kurz DIMB, Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und 15 Jahren ein Naturerlebnis geboten. "Nach einem pandemiebedingten späten Start Ende Juni konnten die Jungs und Mädchen aus mehreren Aalender Teilorten wöchentlich das Mountainbike-Programm ‘Kids on Bike' besuchen", teilt Carsten Schymik, Sprecher der DIMB, mit.

"Bisher bleibt der größte Wunsch der Kids vom Härtsfeld leider noch verschlossen. Wir haben alle erkannt, wie schön und vor allem sicher man auf der Schätteretrasse von Ebnat und Waldhausen nach Aalen in die Schule fahren könnte, ohne große Umwege, ohne gefährliche und viel befahrende Straßen benutzen zu müssen, und ohne steile Anstiege bewältigen zu müssen", sagt Schymik weiter. Daher der Wunsch der Jugendlichen: "Wir wollen nicht in überfüllte Busse gequetscht werden, sondern viel lieber mit dem Fahrrad in die Schule radeln!" Vielleicht bewege sich etwas, hofft der Sprecher.

Und was haben die Jugendlichen in dem wöchentlichen Kurs gemacht? Unter der Leitung der vier Guides Kerstin, Philipp, Rüdiger und Carsten Schymik wurden jeden Mittwochabend die nähere Umgebung und das Wegenetz der Region erkundet. "Dabei ging es nicht und um Sport und Action, sondern vorrangig auch um die Zusammenhänge in der Natur und im Wald. Gemeinsam mit dem Forst BW gab es auch einen Abend, an dem es hauptsächlich um Bäume ging", so Schymik.

Über die Schätteretrasse kommt man sicher nach Aalen.

Carsten Schymik Sprecher der DIMB

In den Kursen lernten die Jugendlichen den sorgsamen Umgang mit Natur und Umwelt, dem vorhanden Wegenetz und mit anderen Besuchern im Wald, wie der Leiter weiter sagt.

"Wir haben Kindern und Jugendlichen eine tolle Alternative zum Konsum von Fernsehen und Computerspielen angeboten und das wurde begeistert angenommen." Die jungen Leute haben nun das Rüstzeug, um alleine oder in einer kleinen Gruppe auf Tour zu gehen, wie Schymik sagt. "Sie wissen nun, wie man sich im Wald orientiert und wie man sich verhält, wenn man zum Beispiel Reitern oder Hundebesitzern begegnet."

"Wir sehen die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen als unseren Beitrag zur Nachhaltigkeit und als Bekenntnis zu unsrer Heimat. Wer die Naturschönheiten und versteckten Schätze der Region kennt und liebt, der verbringt sein Freizeit gerne vor der eigenen Haustüre. Und wer das Fahrrad gerne zum Sport treiben nutzt, für den ist es selbstverständlich, dieses auch als Verkehrsmittel zur Schule und später mal im Alltag und im Beruf zu nutzen", erklärt der Leiter der Gruppe weiter.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben gelernt, wie sie sicher durch den Wald fahren.

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