Übungsleiterpauschale: CDU gegen Kürzung

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Die Stadt will die Pauschale kürzen, die Übungsleiter erhalten. Dagegen regt sich Widerstand. Symbolfoto: pixabay
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Wie der Gemeinderat auf die Stellungnahme der Verwaltung reagiert.

Aalen. Dass die Stadt die Übungsleiterpauschale dieses Jahr kürzen will, hat hohe Wellen geschlagen. Die Verwaltungsspitze nahm daher am Donnerstag doppelt Stellung dazu. Oberbürgermeister Thilo Rentschler und Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann äußerten sich am Nachmittag in einem Pressegespräch und am Abend im Gemeinderat. Im Gremium erläuterten die beiden ihre Sicht mündlich am Ende der öffentlichen Sitzung unter dem Punkt „Verschiedenes“.

Ehrmann betonte, dass es um eine maßvolle Kürzung der Pauschale von 200 auf 100 Euro pro Übungsleiter gehe, da sie dieses Jahr wegen der Pandemie auch weniger Kurse haben geben können. Er betonte auch, dass die Stadt die Vereine an vielen anderen Stellen weiter finanziell unterstütze und keine Miete für die städtischen Hallen verlange, wenn sie wegen der Pandemie gar nicht genutzt worden seien. Der Bürgermeister erwähnte außerdem, dass er über die Kürzung der Übungsleiterpauschale bereits am 21. April mit den beiden Stadtverbänden Aalen und Wasseralfingen gesprochen habe.

„Ich befürchte, dass Sie nun alle etwas dazu sagen wollen“, sagte der OB nach Ehrmanns Vortrag mit Blick in die Runde der Gemeinderätinnen und Gemeinderäte. Rentschler schlug vor, an dieser Stelle noch nicht in die Diskussion einzusteigen, sondern das Thema mit einer Sitzungsvorlage als eigenen Tagesordnungspunkt im Kultur-, Bildungs- und Finanzausschuss (KBFA) und im Gemeinderat zu beraten. So reagierten die Fraktionen darauf:

Thomas Wagenblast (CDU): Der Fraktionsvorsitzende sprach sich dafür aus, das Thema im regulären Sitzungslauf als eigenen Tagesordnungspunkt zu behandeln, da es ein so wichtiges Thema sei. „Das muss uns das Ehrenamt wert sein.“ Hätte die Stadtverwaltung das Thema früher kommuniziert, „dann hätte man sich viel Druckerschwärze sparen können“. Wie seine Fraktion zum Thema steht, verriet er vorab: „Wir werden nicht zustimmen.“ Zum Hintergrund: Bei der Kandidatenvorstellung zur OB-Wahl am Dienstag hatte auch die CDU-Kandidatin Catherine Rommel gesagt: „Mit mir wird es keine Kürzung der Übungsleiterpauschale geben.“

Ralf Meiser (Grüne): Er sprach sich ebenfalls dafür aus, das Thema mit einer „ordentlichen Vorlage“ zu beraten.

Karl-Heinz Vandrey (SPD): Dass Thema im KBFA aufzuarbeiten begrüßte er ebenfalls. Hätte die Verwaltung das Thema besser kommuniziert, „dann hätten wir uns in den Fraktionen besprechen und die Vereine mitnehmen können.“

Norbert Rehm (FDI): Er fragte nach, ob die Vereine zugestimmt haben. Ehrmann wiederholte, dass er am 21. April mit den Stadtverbänden gesprochen habe und ergänzte, dass am 29. April ein Schreiben an alle Vereine gegangen sei. Katharina Scholz

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