Übungsleiterpauschale: „Nie der Kürzung zugestimmt“

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Die beiden Stadtverbände für Sport in Aalen und Wasseralfingen sollen niemals einer Kürzung der Übungsleiterpauschale von 200 auf 100 Euro zugestimmt haben. Symbolfoto: pixabay

Stadtverbände Aalen und Wasseralfingen reagieren auf die Stellungnahme der Aalener Stadtverwaltung

Aalen. Die beiden Stadtverbände für Sport in Aalen und Wasseralfingen beziehen Stellung zur aktuellen Diskussion um die Kürzung der Übungsleiterpauschale und weisen in dem Zusammenhang in einem Schreiben an diese Zeitung „ausdrücklich darauf hin“, dass sie niemals einer Kürzung der Übungsleiterpauschale von 200 auf 100 Euro zugestimmt haben.

Keine offene Diskussion

„Richtig ist“, so das Schreiben des Stadtverbands, „dass der verantwortliche Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann mit den Stadtverbänden am 21. April gesprochen hat. In dieser Gesprächsrunde wurden die Stadtverbände aber lediglich von Herrn Ehrmann über die geplante Kürzung der Übungsleiterpauschale informiert.“ Der Vorsitzende des Stadtverbands der sporttreibenden Vereine Aalen Ulrich Rossaro habe in dieser Gesprächsrunde gegenüber Bürgermeister Ehrmann ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Stadtverbände die geplante Kürzung für falsch erachten, unter anderem auch, da die Stadt in der Coronazeit eh schon geringere Ausgaben bei den Sportstätten hatte. „Eine ergebnisoffene Diskussion darüber fand in dieser Runde nicht statt, die Vertreter der Stadtverbände konnten die Information lediglich zur Kenntnis nehmen.“

Die beiden Stadtverbände Aalen/Wasseralfingen haben in der Vergangenheit als Interessensvertreter der Sportvereine bereits mehrfach betont, wie wichtig die Unterstützung vor allem des Breitensports und damit die Unterstützung der mehrheitlich ehrenamtlichen Übungsleiter durch die Stadt ist. „Entsprechende Zuschüsse an die Vereine sollten - gerade auch in diesen herausfordernden Zeiten „- nicht gekürzt, sondern tendenziell eher erhöht werden, um dadurch der ungemein wichtigen sozialen Bedeutung dieser Basisarbeit gerecht werden zu können.“ Dazu hätten die beiden Stadtverbände regelmäßig konkrete Vorschläge bei der Stadtverwaltung eingereicht und mit den verantwortlichen Dezernatsverantwortlichen diskutiert. Eine Umsetzung habe aber nicht, oder nur in Teilen stattgefunden.

Gegen eine Kürzung

Die beiden Stadtverbandsvorsitzenden Ulrich Rossaro (Aalen) und Armin Peter (Wasseralfingen) hoffen, dass Stadtverwaltung und vor allem der letztendlich entscheidende Gemeinderat die Kürzung der Übungsleiterpauschale überdenkt und sich am Ende im Sinne des Sports in Aalen, sprich gegen eine Kürzung entscheiden wird.

Die Stadtverbände Sport beklagen immer wieder, dass es eine öffentliche Aufgabe der Städte und Gemeinden ist, ihren Bürgerinnen und Bürgern ausreichend Sportanlagen zur Verfügung zu stellen. „In allen unseren Nachbarstädten sind die größeren Sportanlagen im öffentlichen Besitz. Hier bedarf es einer grundsätzlichen Neuorientierung bei der Sportstättenentwicklung in Aalen.“

Und weiter: „Die Sportvereine und sicher alle sportaffinen Bürgerinnen und Bürger hoffen nach der Bürgermeisterwahl auf ein grundsätzliches Überdenken der Sportstättenentwicklung oder besser gesagt Sportstättenerhalt, denn für viele kleine Vereine wird es in Zukunft noch schwerer ihre Vereinsanlagen zu erhalten.“

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