Umjubeltes „Ronja“-Musical der Aalener Schillerschule

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Die vierten Klassen der Schillerschule sorgen mit ihren beiden Aufführungen im Aalener Kulturbahnhof für ein volles Haus.

Die vierten Klassen der Schillerschule sorgen mit ihren beiden Aufführungen im Aalener Kulturbahnhof für ein volles Haus.

Aalen. Schon Tage vorher war ganz viel Euphorie und Lampenfieber in den Korridoren zu spüren: Im Aalener Kulturbahnhof (KubAA) endlich wieder ein Musical dargeboten werden. Nach zweijähriger coronabedingter Pause bedeutete das Freude pur bei den Musical-Darstellerinnen und Darstellern der 4. Klassen der Aalener Schillerschule, dem Lehrerteam Katharina Schneider und Musiker Christian Steiner, dem Theater der Stadt Aalen und quasi bei der gesamten Schulgemeinde der Schillerschule Aalen: Vielumjubelt fanden nach den Pfingstferien gleich zwei Aufführungen von „Ronja Räubertochter“ statt.

Ronja (Amelia List) ist die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis (Mats Sattler/ Max Günther) und seiner Frau Lovis (Josefine Hofmann/Sonja Rauh). Sie wächst auf der Mattisburg im Mattiswald zusammen mit ihren Eltern und deren Räuberbande auf. Eines Tages lernt sie Birk Borkason (Maximilian Trauter/Jana Weber) kennen, den Sohn des verfeindeten Räuberhauptmanns Borka (Sarah Coco/Luisa Traub) und dessen Frau Undis (Elisabeth Schmidt).

Indem sie sich gegenseitig in brenzligen Situationen helfen, werden Ronja und Birk rasch enge Freunde. Als Mattis Birk gefangen nimmt und Ronja sich deshalb freiwillig in die Hände Borkas begibt, eskaliert der Konflikt zwischen den beiden Sippen. Dabei wird die bisher verheimlichte Freundschaft zwischen Birk und Ronja offenbar, was aber bei den Vätern der beiden nur Missfallen hervorruft. Die beiden Kinder ziehen darauf gemeinsam in eine verlassene Bärenhöhle im Wald.

Mattis’ Sehnsucht nach seiner Tochter bewegt ihn dazu, sie aufzusuchen und sie zu bitten, in die Mattisburg zurückzukehren. Nach der Zusicherung, dass sie sich weiterhin ungestört treffen können, kehren Ronja und Birk zu ihren Eltern zurück.
In ihrem letzten größeren Roman ergreift Astrid Lindgren Position für den Frieden und gegen Gewalt und zeigt friedliche und gewaltlose Möglichkeiten zur Veränderung der Welt auf. Daher wurde Ronja Räubertochter auch als Friedens- und Zukunftsroman eingeordnet. Das von der Schillerschule in Kooperation mit dem Theater der Stadt Aalen aufgeführte Musical basiert auf einer Fassung von Christian Schönfelder.

Mit witzigen Dialogen, einem tollen Bühnenbild und sehr guten Schauspiel- und Gesangsdarbietungen überzeugte die 19-köpfige Musicalgruppe um Lehrerin Katharina Schneider, die Schauspieler Julia Sylvester und Philipp Dürschmied und Musiker Christian Steiner, der die Musik zu den Liedern zum Stück selbst komponiert und arrangiert hatte. Sie alle wurden vom Publikum gefeiert. Der Veranstaltungssaal im KubAA war zweimal brechend voll, ein weiteres Highlight im Schulkalender.

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