Union-Areal: Ausschuss stimmt für neuere Variante

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Das Landratsamt plant, auf dem Union-Areal zwei Bürogebäude und ein Parkhaus zu bauen. Das Aalener Stadtplanungsamt hat die untere, neuere Variante dafür vorgeschlagen. Die fand so auch im Ausschuss Zustimmung. Grafik: ca
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Das Landratsamt plant zwei Bürogebäude und ein Parkhaus. Der Bebauungsplan dazu war Thema im Gemeinderatsausschuss.

Aalen

Einstimmig hat der Gemeinderatsausschuss empfohlen, den Bebauungsplan "Union-Gelände" auszulegen. Das Landratsamt möchte sich dort erweitern und ab 2022 zwei Bürogebäude und ein Parkhaus errichten.

"Im Kreistag ist der Knoten geplatzt. Jetzt gilt's, mit unserem Bebauungsplan den Bau zu begleiteten", sagte Baubürgermeister Wolfgang Steidle in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt-, Technik und Stadtentwicklung (AUST). Wie sich diese Gebäude auf dem Gelände anordnen sollen, war ebenfalls Thema im Gremium. Einmütig wie selten, empfahlen die Fraktionen geschlossen, die Variante weiterzuverfolgen, die eine Grünfläche zur Stadtmitte hin freilässt, den Blick aufs Dampfkesselhaus freigibt und weniger Schatten für die Anwohner in der Marienstraße bedeuten würde.

Im Bereich plant die Stadt außerdem, den Kocher zu renaturieren. "Das ist eine wichtige Chance für uns", sagte Steidle. Wichtig im Bebauungsplan sei außerdem, dass ein Korridor von 30 Meter entlang des Flusses nicht bebaut werde. Begrünung, Aufenthaltsqualität und die "Stadt der kurzen Wege" nannte der Baubürgermeister als weitere Stichpunkte. Weiter werde im Bebauungsplan festgelegt, dass die Gebäude maximal sechsgeschossig werden dürfen.

Der Bebauungsplan schließt laut Steidle nicht nur das Gelände der früheren Firma Union ein, sondern auch das sogenannte Mühlich-Areal. Der Baubürgermeister beschrieb das als den "südlichen Zipfel" des Geländes. Dort plane die Essinger Wohnbau in Kooperation mit einem bekannten sozialen Träger ein gemischt genutztes Projekt. Das sagen die Fraktionen:

Manfred Traub (CDU): "Die CDU stimmt gerne zu", sagte er. Die neuere Planungsvariante sei zu bevorzugen, weil sie den Kocher besser erlebbar mache.

Gabriele Ceferino (Grüne): Sie sprach sich für die neuere Variante aus, weil das weniger Schatten für die Anwohner in der Marienstraße bedeute.

Das ist eine wichtige Chance für uns.

Wolfgang Steidle Baubürgermeister

Andrea Hatam (SPD): Auch sie würde gerne mit Blick auf die Anwohner die neuere Variante verwirklicht sehen. "Damit steht auch das Dampfkesselhaus freier da", sagte sie. In einem zweiten Schritt könne man das Gebäude vielleicht museal nutzen.

Jürgen Opferkuch (Freie Wähler): "Auch wir favorisieren die zweite Variante", sagte er. Die Gebäude seien so besser angeordnet, es gebe weniger Verschattung in der Marienstraße.

Emil Pöltl (AfD): Auch er favorisiere die neuere Variante, weil das Dampfkesselhaus so freier zugänglich sei.

Norbert Rehm (FDI): Er bevorzugt ebenfalls die neuere Variante, denn bei der früheren rage der Abstand eines der Bürogebäude über das Baufenster hinaus, was so nicht zulässig sei.

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