Urige Hütten am Braunenberg

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Gastronomin Brigitte Österreicher wird Hüttenwirtin. Sie hat eine pfiffige Idee entwickelt, um der Pandemie zu begegnen. Fotos; hag
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Am Naturfreundehaus auf dem Braunenberg stehen neuerdings vier Holzhütten. Was Pächterin Brigitte Österreicher damit vorhat.

Aalen-Röthardt

Statt Biergarnituren stehen vor dem Naturfreundehaus auf dem Braunenberg neuerdings vier kleine Holzhütten. Was ist dort geplant, wird es dort etwa einen Weihnachtsmarkt geben? Diese Fragen muss die Pächterin Brigitte Österreicher in den letzten Tagen öfters beantworten.

Eins schon mal vorab, einen Weihnachtsmarkt wird es nicht geben. Vielmehr stellen die Holzhütten eine Art erweiterten Gastraum dar, in dem es möglich ist, den Mindestabstand einzuhalten und sicher im kleinen Kreis beisammen zu sitzen.

Die kleinen Holzhütten sind für sechs bis zehn Personen gedacht. "In einem Zeitfenster von zwei Stunden können Gäste diese Hütten reservieren", sagt die Pächterin. Nach dem Aufenthalt werden die Hütten gelüftet und komplett desinfiziert. "Hier sollen sich die Gäste sicher fühlen", sagt Österreicher. Für sie ist das ihre Art der Corona-Prävention.

Sobald das Land den Gastronomiebetrieb wieder erlaubt, sollen die Hütten öffnen. Bis dahin ist noch einiges zu tun. "Mit Fellen, Teppichen, stimmungsvoller Beleuchtung und Heizungen, wollen wir einen modernen Hüttencharme versprühen", sagt Österreicher.

Im Außenbereich werden die großen Schirme aufgespannt und Heizpilze oder ein großer Feuerkorb sollen hier einheizen.

Mit Speisekarten zum Ankreuzen, soll in den Hütten der Kontakt zum Personal so gering wie möglich gehalten werden. Auf einem Tablett werden die Speisen und Getränke dann an die Hütte gebracht. Wenig Kontakt und Abstand ist die Devise.

Das Schlimmste ist die Perspektivlosigkeit. Wir können kaum planen.

Brigitte Österreicher Gastronomin

Kontaktformulare wird es weiterhin geben. Neben der gewohnten Speisekarte des Naturfreundehauses auf dem Braunenberg gibt es auch die Möglichkeit, ein Fleisch- oder Käsefondue zu bestellen.

Etliche tausend Euro und viel Arbeit hat die Gastronomin in diese vier Hütten investiert. Nun hofft sie darauf, dass sie diese überhaupt öffnen darf. "Ich bin gespannt, wann die Gastronomie wieder ihren Betrieb aufnehmen darf", sagt sie. Zuversichtlich, dass dies schon im Dezember der Fall ist, sei sie nicht.

Bis März 2021 sollen die Hütten dort stehen bleiben. "Durch die Pandemie haben wir viel mehr Kosten und weniger Einnahmen", sagt sie. Ebenso sei es schwierig, im Lockdown das Personal beizubehalten. "Das Schlimmste ist aber die Perspektivlosigkeit. Wir können kaum planen", erklärt Österreicher.

Umso wichtiger ist es, kreativ zu bleiben, wie Brigitte Österreicher. Im Sommer habe sie sich schon Gedanken gemacht, wie sie über den Winter kommt. Die Idee der Hütten entstand auch daraus, die Corona-Situation in der Gastronomie wieder kontrollierbar zu machen. "Ebenso wollen wir an alle Gäste appellieren, Eigenverantwortung zu übernehmen", sagt Österreicher.

Komplett weggebrochen durch die Krise sei die ältere Kundschaft. "Dadurch mussten wir unsere Öffnungszeiten verändern und müssen es eventuell erneut", sagt sie. Wetterabhängig hat das Kiosk am Naturfreundehaus am Braunenberg am Wochenende weiterhin geöffnet.

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Gastronomin Brigitte Österreicher wird Hüttenwirtin. Sie hat eine pfiffige Idee entwickelt, um der Pandemie zu begegnen. Fotos; hag

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