Uta-Maria Steybe sagt ade

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Uta-Maria Steybe verlässt das Rathaus und geht in den Ruhestand.
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Die 65-Jährige geht Anfang kommenden Jahres in den Ruhestand. 28 Jahre setzte sie sich in Aalen und drumherum unter anderem für Frauen ein. Im Rathaus wird sie verabschiedet. Ein kleiner Rückblick.

Aalen. Gleichberechtigung ist ihr Thema. Sie setzt sich für Frauen ein, bringt Kulturen zusammen, kümmert sich um Geflüchtete, kämpft für die Gleichstellung aller Menschen und, und, und – die Aufgaben, die Uta-Maria Steybe in den vergangenen 28 Jahren bei der Stadtverwaltung Aalen hatte, könnten einige Seiten füllen. Bald müssen Einrichtungen, Vereine, Frauen & Co. tschüss zu der Beauftragten für Chancengleichheit und demografischen Wandel sagen. Denn Anfang kommenden Jahres geht die 65-Jährige in den Ruhestand. Die verbleibenden Monate fühlen sich für die Frau mit dem sanften Lächeln an wie ein „Wimpernschlag“, wie sie bei ihrer Verabschiedung am Freitag in Aalens Rathaus sagt.

„Ich blicke mit Stolz zurück auf diese Zeit. Ich hatte einige Aufgaben und bin meist zu einem respektablen Ergebnis gekommen“, reflektiert die Leiterin der Stabstelle für Chancengleichheit, demografischen Wandel und Integration und betont: „Das habe ich nur mit meinen Weggefährtinnen und -gefährten geschafft.“

Macht könne man sich nicht nehmen, sie müsse einem gegeben werden, sagt die 65-Jährige, die Chefin des Aalener Stadtjugendrings war. Im Rathaus habe sie viel Energie erhalten und diese „in positive Gestaltung umgewandelt“. Wachsam bleiben, offen sein für Neues und Fremdes, weiterhin an Freiräumen in der Stadtgemeinschaft arbeiten – diese Dinge gibt sie den Besucherinnen und Besuchern am Freitag mit auf den Weg.

Die 65-Jährige gehöre zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus, die am meisten Freiraum bekommen hätten, sagt OB Thilo Rentschler. „Verlässlichkeit, Führungsstärke, Umsetzungsstärke und Offenheit für Neues zeichnen Sie aus.“ In den vergangenen Jahren habe sich Uta-Maria Steybe immer neuen Herausforderungen stellen müssen, sagt Rentschler. Eine große Aufgabe sei etwa 2017 mit der Flüchtlingsarbeit auf sie zugekommen, sie habe Frauen Hilfestellungen gegeben zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf und den Integrationsausschuss „akribisch“ vorbereitet. Unbrennbar mit ihrem Namen verbunden seien das Engagement für Frauen und das Einrichten von Schutzwohnungen für diese. „Gleichstellung war ab 1993 der Motor von Frau Steybe.“ Rentschler, der die Fast-Rentnerin als „Powerfrau“ kennengelernt hat, bedankt sich für ihr Engagement.

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