Verkaufsoffener Sonntag auf 3. Oktober vorverlegt

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Nach dem Protest aus Hüttlingen ändert der Aalener Gemeinderat die Pläne. Claus Albrecht ärgert sich über Rainer Horlacher.

Aalen

Eigentlich sollte der nächste verkaufsoffene Sonntag in Aalen am 10. Oktober sein. So stand es auch noch auf der Sitzungsvorlage, die für die Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend in der Stadthalle verschickt worden war.

Doch am 10. Oktober ist auch ein verkaufsoffener Sonntag in Hüttlingen und in Heidenheim geplant, erläuterte Oberbürgermeister Thilo Rentschler. Also gab es eine geänderte Vorlage, in der die Verwaltung dem Gemeinderat vorschlug, den verkaufsoffenen Sonntag stattdessen am 3. Oktober, am Tag der Deutschen Einheit, zu veranstalten. Am gleichen Wochenende veranstaltet die Feuerwehr das Landes-Oldtimer-Treffen in Aalen. Der OB hofft, dass dadurch ein Synergieeffekt entsteht. Dazu gab es Zustimmung aus allen Fraktionen, außer der Linken.

Christa Klink sprach sich gegen den verkaufsoffenen Sonntag aus, und zwar „aus familiären, sozialen und kulturellen Gründen“. Besonders betonte sie den Schutz der Beschäftigten.

Claus Albrecht (Freie Wähler) freute sich über den verkaufsoffenen Sonntag am 3. Oktober, der den verkaufsoffenen Sonntag ersetzt, der sonst immer zu den Reichsstädter Tagen stattfindet. Allerdings brachte er seinen Ärger über den Kollegen aus Hüttlingen zum Ausdruck. Albrecht ist im Vorstand des Innenstadtvereins Aalen City Aktiv (ACA). Und gegen den ACA hatte Rainer Horlacher, der Vorsitzende des Hüttlinger Gewerbe- und Handelsverein geschossen. Albrecht zitierte in der Gemeinderatssitzung aus einem SchwäPo-Artikel zur Jahreshauptversammlung des Hüttlinger GHV. Demzufolge hatte Rainer Horlacher gesagt: „Das Verhalten der Werbegemeinschaft ACA ärgert uns.“ Albrecht sagte dazu: „Das weise ich im Namen des ACA nachdrücklich zurück.“ Er gab zu, dass man vorher hätte überprüfen können, ob am 10. Oktober Konkurrenzveranstaltungen stattfinden. Als man aber vom Termin-Konflikt erfahren habe, habe man sofort reagiert. „Wir wollen keinen Twist“, sagte Albrecht und fügte an: „Aber über den ACA so schnell den Stab zu brechen: Das hat mich auch geärgert.“

Petra Pachner (SPD) begrüßte den verkaufsoffenen Sonntag. „Der Einzelhandel hat eineinhalb Jahre lang Einbußen hinnehmen müssen.“ Auch Arian Kriesch (FDI) begrüßte die Aktion und dass sie am 3. Oktober stattfinden soll. „Die Pandemie ist nun ein Stück weit in Schach. Das müssen wir nutzen.“ Michael Fleischer (Grüne) sagte: „Für die Innenstadt ist das in der jetzigen Situation sehr wichtig.“ Außerdem wies er auf den Tag der Regionen hin, der immer am 3. Oktober stattfindet. Auch diese Veranstaltung sollte man in der Planung miteinbeziehen.

Bei einer Gegenstimme (Klink) und drei Enthaltungen beschloss der Gemeinderat den verkaufsoffenen Sonntag am 3. Oktober.

Wagenblast darf Brütting vereidigen

Der erste ehrenamtliche Stellvertreter des Oberbürgermeisters, Thomas Wagenblast, darf Frederick Brütting am 5. Oktober als neuen Aalener Oberbürgermeister vereidigen. Das hat der Gemeinderat am Donnerstagabend so beschlossen. In geheimer Wahl entfielen 28 Stimmen auf Wagenblast, 13 auf Norbert Rehm, drei Stimmen waren ungültig. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt.

Über den ACA so schnell den Stab zu brechen: Das hat mich auch geärgert.“

Claus Albrecht, Freie Wähler

Birkhold sitzt auf neuem Platz im Gemeinderat

Nach ihrem Austritt aus der CDU-Fraktion saß Inge Birkhold im Gemeinderat auf einem anderen Platz. Der Ältestenrat, der für die Sitzordnung zuständig ist, hat seit ihrem Austritt noch nicht getagt. So saß sie am Donnerstag auf dem Platz von Manfred Traub zwischen Linken und FDI. Traub, der ebenfalls aus der CDU-Fraktion ausgetreten war, hatte sich für die Sitzung am Donnerstag entschuldigt.

Am 3. Oktober findet ein verkaufsoffener Sonntag in Aalen statt

Rubriklistenbild: © pixabay

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