Verwaltung will Plastik sparen

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Die Aalener Stadtverwaltung will Plastik sparen.
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Die Stadtverwaltung möchte dem Projekt “Plastikfreier Ostalbkreis” beitreten. Das verbirgt sich dahinter.

Aalen. Die Kugelschreiber sind aus Holz statt aus Plastik, Reinigungsmittel wird in wiederverwendbaren Containern aufbewahrt, bei Veranstaltungen gibt’s Mehrweggeschirr, und, und, und: So (oder ähnlich) könnte eine plastikarme Verwaltung aussehen. Aalens Stadtverwaltung will das Thema anpacken und sich der Initiative “Plastikfreier Ostalbkreis” anschließen, die die Goa koordiniert. Ziel ist es, Quellen von Plastikmüll zu erkennen und zu vermeiden. In der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Kultur-, Bildung und Finanzen wurde das Projekt den Rätinnen und Räten vorgestellt. Diese empfahlen die Teilnahme dem Gemeinderat, der am 30. Juni darüber spricht. 

Und so funktioniert’s: Mit einer Bewerbung bekommt die Stadt Aalen drei Monate ein Siegel auf Probe verliehen. Daten sollen in dieser Zeit erfasst und Einsparpotenzial gefunden werden. Gelingt eine messbare Plastikeinsparung von mindestens zehn Prozent, kann die Stadt das Siegel behalten. Ansonsten muss die Auszeichnung abgegeben oder der Prozess neu gestartet werden. Drei Level zeigen, wie viel Müll die Verwaltung dauerhaft einspart, Level drei etwa ist bei einer Reduktion von 50 bis 80 Prozent erreicht. 

“Wir müssen den Plastikverbrauch auf ein Minimum reduzieren”, betonte CDU-Mitglied Nadine Patzelt. Ziel müsse sein, die Auszeichnung dauerhaft zu behalten, sagte Patzelt, deren Partei die Teilnahme an der Initiative bei den Haushaltsplanberatungen beantragte. 

Aus Sicht von Monika Brauch-Siedler (Grüne) kann eine plastikarme Verwaltung nur der erste Schritt sein. In der gesamten Stadt sollte ihrer Meinung nach der Plastikverbrauch reduziert werden. Marcus Waidmann (AfD) plädierte dafür, kein “Korsett zu legen”, sondern die Reduktion des Plastikmülls den Menschen freizustellen. “Nach 50 Jahren ohne Gängelung ist es fünf vor zwölf”, betonte Dr. Thomas Battran (Grüne) und begrüßte die Teilnahme an der Initiative. 

Die Gebühren für eine Teilnahme liegen laut Vorlage zwischen 50 und 1000 Euro für das erste Jahr. Die Goa koordiniert das Projekt, das zurückgeht auf die Initiative “Plastikfreie Stadt”.

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