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VfR Aalen: Duell gegen Ex-Co-Trainer Chris Gmünder

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Der VfR Aalen plant ein Testspiel gegen den 1. FC Schweinfurt - mit Trainer Chris Gmünder.
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Alexander Haag über ein Talent, ein Karriereende und ein Duell gegen den Ex-Trainer.

Ein Spiel noch, dann verabschiedet sich auch der VfR Aalen in die Winterpause. Sicher fehlen wird am Samstag Ali Odabas, wenn die Reise zum Angstgegner TSG Balingen geht. Der 29-jährige Innenverteidiger hat in Fulda die rote Karte gesehen. Wie lange Odabas zuschauen muss, ist noch ungeklärt. Auch am Dienstag war das Urteil noch nicht gesprochen. VfR-Geschäftsführer Giuseppe Lepore geht aber von zwei Spielen Sperre aus, weil „sich Ali in der Vergangenheit wenig bis nichts zu schulden hat kommen lassen“. Heißt: Dann müsste der VfR Aalen auch im Auftaktspiel des Jahres 2023 gegen den FC 08 Homburg auf seinen Abwehrchef verzichten.

Was ebenso noch nicht ganz fix ist: der Winterfahrplan des VfR Aalen. „In der kommenden Woche wollen wir entscheiden, wann Trainingsstart ist und gegen welche Mannschaften wir Testspiele absolvieren“, sagt Giuseppe Lepore. So viel kann der Geschäftsführer aber schon verraten. Ein Gegner in der Vorbereitung soll der Ligakonkurrent SGV Freiberg sein. „Gegen den Aufsteiger haben wir bereits das Hin- und Rückspiel gespielt, da bietet sich das an“, sagt Lepore. Ein weiteres Testspiel ist gegen den 1. FC Schweinfurt geplant. Der belegt aktuell Platz zehn in der Regionalliga Bayern. Auch der Trainer ist bei der Ostälblern ein alter Bekannter: Chris Gmünder. Der 42-Jährige war bis 2016 Co-Trainer des VfR Aalen und zudem Leiter der Nachwuchsabteilung.

Die TSG Hofherrnweiler hat ihren Kader mitten in der Saison vergrößert. Der erst 18-jährige Luca Sigloch wurde aus der eigenen U19 in die erste Mannschaft hochgezogen. Beim 5:1-Sieg gegen Rutesheim feierte der flexible Offensivspieler gleich sein Debüt, auch in Tübingen (1:1) gehörte Sigloch zum Kader, wurde von Trainer Patrick Faber aber nicht eingesetzt. „Das ist genau der Weg, den wir gehen wollen: mit eigenen Talenten“, sagt Vorsitzender Achim Pfeifer. Wobei Sigloch noch nicht allzu lange das TSG-Trikot trägt. Der Youngster wechselte erst im Sommer vom FC Normannia Gmünd in den Aalener Westen. „Luca soll in der Rückrunde weiter für unsere U19 spielen und gleichzeitig an unsere Erste herangeführt werden“, sagt Pfeifer.

Die Kicker der TSG Hofherrnweiler haben sich in die Winterpause verabschiedet, abseits des Platzes wird fleißig weitergearbeitet. Denn: Im Sommer laufen wieder viele Spielerverträge aus. „Wir beginnen jetzt mit den Gesprächen“, sagt Vorsitzender Achim Pfeifer. Gespräche soll's auch mit dem Trainerteam geben. Sowohl der Vertrag von Trainer Patrick Faber als auch der des Co-Trainers Marc Ruppert enden im Sommer. „Wir wollen auf jeden Fall mit beiden verlängern, und wir gehen auch fest davon aus, dass beide bei der TSG bleiben“, sagt Pfeifer.

Auf einem Abstiegsplatz überwintert die SG Bettringen in der Fußball-Landesliga. Allerdings sind die Verantwortlichen beim Aufsteiger nicht unzufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. „Wenn wir das Spiel gegen Plattenhardt gewonnen hätten, hätten wir die anvisierten 23 Punkte zum Jahresende. So sind liegen wir mit 20 Punkten leicht dahinter“, sagt Oliver Glass. Der Sportliche Leiter weiß, dass der Elf von Trainer Steffen Mädger eine schwere Rückrunde bevorsteht. Aber: „Wir haben die Qualität, um die Klasse zu halten.“ Ob diese Qualität in der Winterpause noch angehoben wird, will Glass nicht ausschließen. Zum Thema Neuzugänge sagt er, dass „wir die Augen offen halten“. Es werde aber nur ein Spieler verpflichtet, der ins Konzept passe.

Was die SG Bettringen außerdem geplant hat: ein Trainingslager für ihre Landesliga-Mannschaft. „Wir wollen im Januar oder Februar für drei oder vier Tage ins niederländische Waalnijk und uns dort intensiv vorbereiten“, sagt der Sportliche Leiter Oliver Glass.

Es ist vorbei. Endgültig. Benjamin Hübner muss seine Karriere als Fußballer beenden. Und zwar sofort. Der 33-jährige Innenverteidiger des Bundesligisten TSG Hoffenheim wird mit sofortiger Wirkung seine Comeback-Versuche einstellen. Immer wieder war Hübner auf seinem Weg zurück aufs Spielfeld zurückgeworfen worden, permanent reagierte und rebellierte das lädierte linke Sprunggelenk, sobald die Belastungen gesteigert wurden. „Es geht nicht mehr“, sagt der Abwehrspieler, der zwischen 2012 und 2014 das Trikot des VfR Aalen trug. Der Hoffenheimer Kapitän hatte extra den Restart des Trainings an diesem Dienstag abgewartet, um eine letzte Ansprache an seine Mannschaft persönlich zu halten.

Ein Talent für die erste Mannsachaft: Die TSG Hofherrnweiler hat Luca Sigloch (Mitte) aus der eigenen U19 hochgezogen. Vorsitzender Achim Pfeifer (links) und Teammanager Christoph Discher freuen sich über den "Neuzugang".
Alexander Haag

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