Viel Corona-Kritik und andere bekannte Forderungen

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Zentrale Wahlkampfveranstaltung der AfD im Wahlkreis Aalen in der Stadthalle.

Aalen. Nur knapp 60 Menschen kamen zur zentralen Wahlkampfveranstaltung der AfD im Wahlkreis Aalen in die Stadthalle, organisiert vom örtlichen AfD-Kandidaten, Jan-Hendrik Czada, und mit dem AfD-Fraktionschef im Landtag, Bernd Gögel, als Zugpferd. Etwas mehr als 100 hätten laut Corona-Hygienekonzept, das die AfD mit der Stadtverwaltung besprochen hatte, in die Halle gedurft. Wären es mehr gewesen, hätte Czada vor der Halle zu den Anhängern gesprochen. So war das zumindest vorbereitet worden – eine Option, die mangels Masse nicht gezogen werden musste. Wer rein wollte, wurde umfangreich kontrolliert und auch abgetastet. Mehrere Ordner sorgten dafür, dass sich die Besucherinnen und Besucher – letztere waren in der deutlichen Überzahl – an die Regeln hielten, die wegen Corona gelten.

Corona: Das war auch das Thema, das in den drei Redebeiträgen am meisten beackert wurde. Vor Czada und Gögel sprach die AfD-Kreisvorsitzende Susanne Mützel. Und alle drei forderten wegen der Corona-Politik der Bundesregierung, dass diese zurücktreten müsse. "Diese Regierung ist an Unfähigkeit nicht zu überbieten", sagte etwa Mützel. Czada sprach von einem "unglaublichen Staatsversagen" und weiter: "Die Toten in den Altenheimen gehen auf das Konto der Regierung." Er sei kein Corona-Leugner. Aber eine epidemiologische Notlage sehe er nicht. Hart ging in Bezug auf Corona Bernd Gögel vor allem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Gericht, die als "gottgleiche Kanzlerin" Recht breche und vom Grundgesetz gegebene Freiheiten einschränke. Die Politik bringe nichts voran. Insbesondere kritisierte Gögel die Impfstoffbeschaffung über die EU – für ihn ein weiteres Indiz in einer langen Kette von Versagen auf europäischer Ebene. Dass die Leidtragenden dieser Fehler entschädigt werden – Gögel nannte Gastronomen, Hoteliers, Künstler, Einzelhändler und viele andere mehr – das sei deren Recht. Und die Entscheider müssten, genau, "zurücktreten".

Käme die AfD am 14. März an die Macht, würde vieles besser im Land, sagte Gögel: Nach einem Kassensturz würden Ministerien zusammengelegt, Schüler wieder in einem dreigliedrigen Schulsystem unterrichtet, die Landeszentrale für politische Bildung abgeschafft und der Plan einer Autobahn zwischen München und Freiburg umgesetzt. Dass es zu einer Koalition mit Beteiligung der AfD kommen könne, das hält Gögel für derzeit ausgeschlossen. "Wir wollen mit niemand."

Es folgten die bekannten Forderungen nach einer Begrenzung von Zuwanderung und dem Beenden von Asylmissbrauch, dem Schutz des Verbrennungsmotors, die Absage an alles, was mit Gender zu tun hat und eine Stärkung der inneren Sicherheit.

Die programmatischen Gedanken der AfD nach außen zu tragen zu Bekannten und Freunden, darum hat Gögel die Besucherinnen und Besucher mit Blick auf die Landtagswahl am 14. März gebeten – und wünschte ihnen zum Abschied "einen guten Verlauf".

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Der Aalener AfD-Landtagskandidat Jan-Hendrik Czada spricht in der Aalener Stadthalle vor etwa 60 Besucherinnen und Besuchern.

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