Viktoria: Stadt gibt 189 600 Euro

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Zuschuss für den neuen Platz am Erzstollen. Grüne haben Bedenken wegen der Flutlichtanlage.

Aalen. Der Fußballverein Viktoria Wasseralfingen soll für die Sanierung seiner Sportplätze am Erzstollen einen städtischen Zuschuss von insgesamt 189 600 Euro erhalten. Die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Bildung und Finanzen (KBFA) haben am Mittwoch eine einstimmige Empfehlung an den Gemeinderat abgegeben, der am 22. Juli darüber entscheiden wird.

Der Verein hat seinen Rasenplatz von Grund auf saniert und der Stadt eine Kostenschätzung von über 452 000 vorgelegt. Darin enthalten sind auch die Installation einer Flutlichtanlage, der Einbau eines Entwässerungssystems für den Platz sowie ein Aufwärmspielfeld auf dem seitherigen Tennenplatz. Hinzu kommen Kosten für die Bauleitung, in Höhe von geschätzt knapp 54 000 Euro.

Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann rechnete den Mitgliedern des Gemeinderatsausschusses für Kultur, Bildung und Finanzen (KBFA) vor: Gemäß der städtischen Sportförderrichtlinien gibt die Stadt einen Zuschuss von 30 Prozent der Gesamtkosten, also 135 700 Euro. Zudem übernehme die Stadt wie bei vergleichbaren Projekten die Kosten der Bauleitung (53 900 Euro) zu 100 Prozent.

Flutlicht und Insekten

Aufgrund der neuen Flutlichtanlage der Viktoria hatte die Grünen-Fraktion Ende Mai beantragt, die Stadt solle prüfen, ob eben diese Anlage und auch bereits bestehende Beleuchtungsanlagen von Sportstätten die im Naturschutzgesetz aufgeführten Vorgaben für eine insektenfreundliche Beleuchtung erfüllen. Jetzt stellte Umwelt- und Grünflächenamtsleiterin Maya Kohte im Gemeinderatsausschuss fest, dass diese gesetzlichen Anforderungen generell Sportplätze nicht betreffen. Indes gelte ein Vermeidungsgebot, meinte sie sinngemäß. Heißt: Wer so eine Beleuchtung aufstelle, habe deren Notwendigkeit zu hinterfragen und auch, wie sie insektenfreundlich ausgestaltet werden kann.

Andrea Hatam (SPD) hatte sich aktuell bei der Viktoria kundig gemacht. Sie berichtete, dass die Scheinwerfer von Halogen auf LED umgerüstet wurden. Das Flutlicht werde nur zu 60 Prozent aufgedreht und sei ausschließlich auf den Platz und nicht auf die Bäume gerichtet.

Die Grünen-Fraktion, so deren Sprecher Michael Fleischer, wolle für das Thema sensibilisieren. Darum wünschte er sich von der Stadt, das Thema im Auge zu behalten und erneut zu berichten. Ulrike Wilpert

Hintergrund: Künstliches Licht in der Nacht gilt inzwischen als eine der Hauptursachen für das Artensterben von nacht- und dämmerungsaktiven Lebewesen, insbesondere Insekten.

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