Volkszählung - das müssen Sie wissen

Erhebungsstelle ist im Kubus eingerichtet - Interviewer ab Mai unterwegs.

Aalen. 2022 startet bundesweit der neue Zensus. Seit Ende Oktober hat die Stadt Aalen die Zensus-Erhebungsstelle im Kubus eingerichtet. Aus Datenschutzgründen ist die Erhebungsstelle Zensus 2022 entsprechend der Vorgaben abgeschottet worden. Damit ist sie nicht nur räumlich, sondern auch organisatorisch und personell vom Rest der Verwaltung der Stadt getrennt.

Aufgabe der Zensus-Erhebungsstelle ist die Anwerbung, Schulung und Betreuung von Erhebungsbeauftragten und die Bildung von Erhebungsbezirken. Nach Abschluss der Interviews durch Erhebungsbeauftragten kümmert sich die Stelle um die Kontrolle der Erhebungsunterlagen und Weiterleitung der Daten an das Statistische Landesamt und sie nimmt Kontakt mit säumigen Auskunftspflichtigen auf.

Als Leiterin der Erhebungsstelle ab 1. November hat Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle Paulina Sieg verpflichtet. Ihre Stellvertreterin ist Lisa Krejcir ab 1. Januar 2022.

„Es geht beim Zensus nicht darum, individuelle Lebensverhältnisse zu ermitteln“, erklärt Steidle. „Die Daten werden vom Bundesamt für Statistik nur anonymisiert ausgewertet. Ein Rückschluss auf einzelne Personen und Haushalte ist unmöglich und auch intern werden die Daten nicht weitergegeben. Daher mein Appell an Auskunftspflichtige: Helfen Sie mit, die Zukunft Aalens zu gestalten.“

Was ist der Zensus?

Der Zensus, bekannt als Volkszählung, ist eine bundesweite Zählung der Bevölkerung sowie der Gebäude und Wohnungen. Die Statistischen Ämter zählen alle zehn Jahre. Wegen Corona wurde der Zensus verschoben.

Diese Ziele verfolgt der Zensus

Viele Entscheidungen, die Bund, Länder, Kommunen und Wirtschaft treffen müssen, beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen. Deren Erhebung ermöglicht eine zukunftsorientierte Gestaltung der Wirtschaft, des sozialen Zusammenlebens und gesetzlicher Regelungen.

Wie viele Menschen leben in Städten, Gemeinden, Landkreisen? Gibt es genügend Wohnraum, Schulen und Altenheime? Auf welche Fortbewegungsmittel sind die Menschen angewiesen? Wo muss der Staat investieren? Um solche Fragen geht es.

Wie läuft der Zensus vor Ort ab?

In Landkreisen und kreisfreien Städten werden kommunale Erhebungsstellen eingerichtet. Diese koordinieren die Befragungen, rekrutieren die Erhebungsbeauftragten und kontrollieren die Erhebungsunterlagen. Für die Erhebungen des registergestützten Zensus 2022 wird auf Verwaltungsregister zurückgegriffen. Hier stellen die Melderegister die Daten an die Statistischen Ämter zur Verfügung. Es kommt jedoch immer wieder zu Unstimmigkeiten in den Melderegistern. Um Fehler zu bereinigen, wird ab Mai 2022 ein Teil der Bevölkerung auf Stichprobenbasis zusätzlich befragt. Wer befragt wird, entscheidet das Zufallsprinzip, wird den Kommunen vorgegeben und von diesen durchgeführt. Für die ausgewählten Haushalte besteht gesetzliche Auskunftsverpflichtung.

Zudem laufen Befragungen in Wohnheimen (Pflegeheime) und Gemeinschaftsunterkünften, weil die Melderegisterdaten wegen hoher Fluktuation dort oft ungenau sind.

Haus- und Wohnungszählung

Zusätzlich dazu läuft die Gebäude- und Wohnungszählung, bei der bundesweit alle privaten Eigentümer von Wohnungen und Gebäuden mit Wohnraum befragt werden, ebenso gewerblich tätige Mehrfacheigentümer und Verwalter. Weitere Info hierzu unter https://www.zensus2022.de/DE/Wer-wird-befragt/GWZ/_inhalt.html.

Info Stadt aalen; Erhebungsstelle Zensus 2022, Gmünder Str. 13; E-Mail: zensus@aalen.de; www.aalen.de/zensus2022; Tel.: (07361) 52-2338. Vorsprachen nur nach Terminvereinbarung.

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