Von Straßen bis Internet – was die Ostalb braucht

  • Weitere
    schließen
  • schließen

Staatssekretär Steffen Bilger und Landrat Klaus Pavel über Digitalisierung und Infrastruktur.

Aalen. Mobilität auf Straße und Schiene sowie die Digitalisierung sind die Themen dieser Zeit. Auch im Ostalbkreis. Sie gelten als die Basis für einen prosperierenden Lebens- und Wirtschaftsraum.

Welche wichtigen Projekte laufen, wo es klemmt, wo investiert wird und welche Aufgaben und Ziele Kreis, Land und Bund bei diesen Themen zu meistern haben, darum ging es beim verkehrs- und strukturpolitischen Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Steffen Bilger am Dienstagvormittag im Aalener Landratsamt.

Den Auftakt machte Klaus Pavel.

"Der Individualverkehr spielt auch künftig eine bedeutende Rolle", sagte der Landrat. Und war damit beim Thema B 29 "als wichtigste Verkehrsader im Ostalbkreis". Pavel nutzte die Gunst der Stunde. Er stellte die Frage, wie man das Nadelöhr "Böbingen" löst, um Bilger die Antwort selbst zu geben. "Mit einer Tunnelvariante" statt "einer Brücke, die den ganzen Ort zerschneiden würde". Das Land schlage dem Bund die Tunnellösung vor, erinnerte Pavel den Staatssekretär – und daran, dass er im August auf eine pro-Tunnelentscheidung hoffe. Bilger widersprach ihm nicht. Ertüchtigt werden sollten aber auch einzelne Verkehrsknoten entlang der B 29; etwa beim Albanus, sagte Pavel. Beim Kellerhaus sei man schon sehr weit. "Nur den Lärmschutz müssen wir in den Griff bekommen." Weiter im Osten nannte Pavel die B29neu als Aufgabe.

Die Taktung im Schienenverkehr muss kommen. Pavel forderte im Gespräch unter anderem zwei Züge pro Stunden für die Strecke Stuttgart-Nürnberg; einen über die Murrbahn, einen über die Remsbahn. Und Nürnberg müsse man in 120 Minuten von Stuttgart aus erreichen. "Aber auch die Brenzbahn braucht eine starke Verbindung", forderte Pavel und nannte als Engagement des Kreises den Mobilitätspakt.

Beim Thema Digitalisierung verwies Pavel auf die Teilnahme des Kreises beim 5-G-Wettbewerb.

Steffen Bilger sprach von einer beeindruckenden Präsentation. "Mobilität ist wichtig, das zeigt Corona", so Bilger.

Im Bereich der Digitalisierung gibt's laut Bilger noch zahlreiche Aufgaben zu erledigen. Entsprechend hoch – 11 Milliarden Euro – sei auch die finanzielle Ausstattung des Etats.

"Wir müssen die Schiene auch im ländlichen Raum ausbauen." Die finanziellen Mittel für Verbesserungen von Rems- und Murrbahn seien vorhanden. "Für beide Schienenstrecken gibt es klare Ausbaupläne", sagte Bilger. Und für die Brenzbahn zeichnete er die Option mit der Aussage: "Wir wollen 70 Prozent der Strecken elektrifizieren." Für den Deutschland-Takt und die Ertüchtigungen stünden zwei Milliarden Euro zur Verfügung.

Das Investitionsbeschleunigungsgesetz machte Bilger auch zum Thema. Vieles müsse schneller realisierbar sein. Für Ebnat komme es zu spät. Doch sollten andere Investitionsvorhaben in Zukunft davon profitieren.

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL