Vor der Stadtkirche grünt es

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Ganz schön viel zu entdecken gibt's im Beet vor der Aalener Stadtkirche. Die ersten Wirbeltiere wagten sich vor 250 Millionen Jahren ans Land.
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Wie das Areal vor der Aalener Stadtkirche vor 250 Millionen Jahren ausgesehen hat.

Aalen

Dort, wo inzwischen die Aalener Stadtkirche steht, war vor über 250 Millionen Jahren wahrscheinlich ein großer Sumpf. Zu dieser Zeit explodierte das Leben: Die ersten Wirbeltiere wagten sich ans Land, die ersten Knochenfische tummelten sich im Wasser. In der Gasse "An der Stadtkirche" wuchsen Farne und Flechten. Ganz schön grün war es damals. Zugegeben, ein bisschen schwer fällt es schon, sich vorzustellen, wie es in längst vergangenen Zeiten ausgesehen hat.

Ursula Klewenhagen von der Gärtnerei "im langen Teich" in Oberkochen hat für die Aktion "Aalen City blüht urzeitlich" die damalige Flora und Fauna vor der Aalener Stadtkirche wieder zum Leben erweckt. Auf dem Areal wachsen Pflanzen wie etwa kleine Farne, Schachtelhalme und Echeverien. Bunt blühende Blumen gab's damals eigentlich keine. "Alles war grün", sagt die 55-Jährige. Deswegen habe sie ein bisschen gemogelt, gibt Klewenhagen zu, denn "ein ganz grüner Platz wäre zu langweilig gewesen". Das Beet hat sie mit roten, mit lilafarbenen und mit leuchtend gelben Blumen aufgepeppt.

Ein ganz grüner Platz wäre zu langweilig gewesen.

Ursula Klewenhagen Gärtnerin

Vor der Stadtkirche gibt es 5000 Blumen, einen Dinosaurier, einen Fisch und einen Berg Holzkohle zu entdecken. Holzkohle? "Im Erdaltertum gab es viele Urwälder. Die bilden den Rohstoff für unser heutiges Steinkohlevorkommen", erklärt die Gärtnerin. Das von Klewenhagen gestaltete Beet ist speziell. Das gibt auch die Gärtnerin gerne zu. "Durch die hohen, ursprünglichen Gewächse hebt sich das Areal ab. Es ist einfach mal etwas anderes", sagt sie.

Krokodil entführt, Waran beschädigt

Aalen. Das Krokodil in der Mittelbachstraße wurde vergangene Woche entführt. Dem Waran in der Beinstraße wurden der Schwanz und ein Bein ausgerissen. "Die Tiere sind wetterunempfindlich, doch vor der Zerstörungswut mancher Menschen sind sie nicht geschützt", sagt Nicole Weber von der gleichnamigen Gärtnerei. Ausgestattet mit einer Klebepistole repariert sie den Waran. Ins Beet in der Mittelbachstraße hat sie ein "Ersatzkrokodil gelegt". Der ACA bittet um Hinweise auf den Verbleib des Krokodils, Tel.: (07361) 522521.

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