VR-Bank Ostalb auf Wachstumskurs

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Positives Jahresergebnis 2021 ermöglicht eine Dividende von insgesamt 1,1 Millionen Euro.
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Positives Jahresergebnis 2021 ermöglicht eine Dividende von insgesamt 1,1 Millionen Euro. Warum 2022 ein herausforderndes Jahr wird.

Aalen. Die VR-Bank Ostalb bilanziert ein gutes Geschäftsjahr 2021. An die Mitglieder wird eine auf zwei Prozent erhöhte Dividende in Höhe von insgesamt 1,1 Millionen Euro ausgeschüttet. Die Dividende hat die Vertreterversammlung mit nur einer Gegenstimme genehmigt. Sie soll an diesem Mittwoch an die gut 55.000 Mitglieder ausgezahlt werden.  

Bei einem Pressegespräch referierte das Vorstandsteam Kurt Abele, Ralf Baumbusch und Olaf Hepfer gemeinsam mit Aufsichtsratsvorsitzendem Roland Wendel das Ergebnis der Vertreterversammlung, die bereits zum dritten Mal in digitaler Form stattfand.

Einerseits freuten sie sich über ein erfreuliches Wachstum in 2021. Andererseits blicken sie mit besorgter Spannung in die Zukunft. So ist für den Vorstandsvorsitzenden Kurt Abele klar, dass sich die Folgen des Ukraine-Krieges, die aktuelle Inflation, die steigenden Energie- und Materialpreise  und der für 2022 anstehende Tarifabschluss der Genossenschaftsbanken auch auf die VR-Bank Ostalb auswirken werden. „Digitalisierung, zunehmende Anforderungen in der Daten- und IT-Sicherheit, Leistungserweiterungen wie zum Beispiel ApplePay oder Echtzeitüberweisung und die Beratungsleistung haben ihren Preis“, betont Abele. Zudem ist er sich sicher, dass der deutliche Zinsanstieg der vergangenen Monate zwar das Zinsergebnis der Bank stützen, aber in diesem Jahr auch spürbare Kurskorrekturen bei den Eigenanlagen der VR-Bank Ostalb mit sich bringen wird. „2022 wird folglich ein erneut herausforderndes Jahr“, stellt Abele fest. Die VR-Bank Ostalb indes mit ihren 329 Kolleginnen und Kollegen sehe sich gut gerüstet, um ihren Mitgliedern und Kunden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Als ersten Erfolgsfaktor für das erfreuliche Wachstum in 2021 nannte Abele 39.300 qualifizierte Beratungsgespräche – von der Berufsstarterberatung über Anlage-, Vorsorge und Generationenberatungen bis hin zu Konsum- oder Baufinanzierungsgesprächen.

Zweiter Erfolgsfaktor seien die 329 Mitarbeitenden, die sich tagtäglich um die Belange der Mitglieder und Kunden kümmerten

Dritter Erfolgsfaktor sei das Engagement der VR Bank Ostalb für die Region: „Als Genossenschaftsbank sind wir tief verwurzelt in der Region und förderten im Jahr 2021 ehrenamtliches Engagement mit rund 390.000 Euro in Form von Geldspenden aus den Mitteln des Gewinnsparens, Sponsoring und Stiftungserträgen“, macht Vorstandsmitglied Olaf Hepfer deutlich.  „Mein persönliches Highlight war die erstmalige Ermittlung unseres Treibhausgas-Fußabdruckes und dessen Folge, die erstmalig für 2020 erreichte bilanzielle Klimaneutralität“, ergänzt Abele.

Die Geschäftszahlen belegen für 2021 ein „sehr ordentliches Wachstum“, sagt Ralf Baumbusch. Die Bilanzsumme habe die Erwartungen mit 2,14 Milliarden Euro erfüllt und sei gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent gewachsen. Zudem habe sich das betreute Kundenvolumen positiv entwickelt. „Hier verzeichnen wir einen Zuwachs von 8,2 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro.“

Haupteinnahmequelle annähernd stabil: Mit 29,9 Millionen Euro Zinsüberschuss blieb laut Olaf Hepfer die Haupteinnahmequelle nach Jahren des niedrigzinsbedingten Rückgangs annähernd stabil. „Bedingt durch einen erfreulichen Anstieg des Provisionsergebnisses auf 17,9 Millionen Euro konnten wir 2021 Gesamterträge auf 47,8 Millionen Euro erstmals wieder leicht steigern“, so Hepfer. Der Personalaufwand der VR-Bank sei mit 20,7 Millionen Euro stabil geblieben.

Leicht erhöhte Gesamtaufwendungen: Infolge pandemiebedingter Mehraufwendungen und Investitionen in die Digitalisierung erhöhten sich die Aufwendungen für die Verwaltung. Damit, so Hepfer, haben sich in 2021 die Gesamtaufwendungen um rund 400.000 Euro auf 33,3 Millionen Euro erhöht. Indes konnte die VR-Bank unter Einrechnung der sonstigen Erträge, vor allem Mieterträge, das operative Ergebnis auf 15,7 Millionen Euro leicht steigern. Hepfer: „Das gute Ergebnis ermöglicht die Stärkung unserer Reserven.“

Das Onlinebanking wird laut Ralf Baumbusch von immer mehr Privat- und Geschäftskunden genutzt, die Tendenz sei weiter steigend. So wurden im telefonischen Kunden-Servicecenter der VR Bank Ostalb 2021 im Monatsschnitt über 16.200 Telefonanrufe entgegengenommen. Gleichzeitig nehme die Frequenz in den Geschäftsstellen kontinuierlich ab. Indes sei kein Kahlschlag in der Fläche geplant. Baumbusch spricht von „sukzessiven Anpassungen“. Die qualifizierte Beratung, so betont er, solle für die Kunden wohnortnah erhalten bleiben.  „Im aktuellen Jahr sind keine Schließungen von Geschäftsstellen angedacht“, ergänzt Hepfer.

Folgende Aufsichtsräte wurden wiedergewählt: Aufsichtsratsvorsitzender Roland Wendel, Günter Kiefer, Thomas Rembold und Jürgen Vetter.

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