Walkstraße: Grünes Licht für Umbau

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Der Bahnübergang in der Aalener Walkstraße.

Bund und Land genehmigen endlich die Beseitigung der Schranken und den Bau einer Unterführung. Die Stadt Aalen geht von einem Baubeginn 2025 aus.

Aalen

Nach über 30 Jahren nun der Durchbruch: Endgültig Grünes Licht für die Beseitigung des Bahnübergangs bei der „Schättere“ in der Walkstraße. Wie die Aalener Stadtverwaltung mitteilt, haben Bundes- und Landesverkehrsministerium die Kreuzungsvereinbarung zur Beseitigung des Bahnübergangs in der Walkstraße genehmigt. „Vorbereitende Baumaßnahmen für die künftige Bahnunterführung sind noch im aktuellen Jahr 2022 vorgesehen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Nach 30-jähriger Abstimmungs- und Planungsphase habe die Aalener Stadtverwaltung am 28. Februar 2022 endlich die erlösende Nachricht aus Bonn erhalten: Demnach haben das Bundesministerium für Digitales und Verkehr sowie das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg haben der Kreuzungsvereinbarung zwischen der Stadt Aalen und der Deutschen Bahn zur Beseitigung des Bahnübergangs in der Walkstraße zugestimmt. Die Planung dazu liegt längst fertig in der Verwaltungsschublade der Aalener Stadtverwaltung. Jetzt also kann sie endlich hervorgeholt und in die Tat umgesetzt werden.

Das ist geplant: Der oberirdische Bahnübergang zwischen Ostertag und GSA wird laut Stadtverwaltung durch eine Unterführung ersetzt, die künftig die Ulmer Straße mit der Alten Heidenheimer Straße verbindet. Die neue kreuzungsfreie Verkehrsachse wird in der Alten Heidenheimer Straße mit einem Kreisverkehr angebunden.

Die Kosten: Laut Mitteilung der Stadtverwaltung belaufen sich die kreuzungsbedingten Kosten auf rund 16,9 Millionen Euro. Davon entfallen ca. 2,8 Millionen Euro auf das Land Baden-Württemberg und ca. 8,5 Millionen Euro auf den Bund. Weitere rund 5,6 Millionen Euro, so schreibt die Stadt Aalen weiter, trage die Deutsche Bahn. „Dank des 2020 in Kraft getretenen Planungsbeschleunigungsgesetzes entstehen der Stadt Aalen selbst keine kreuzungsbedingten Baukosten“, heißt es. Allerdings habe sich die Stadt mit Planungs- und Verwaltungskosten am Gesamtprojekt zu beteiligen.

Das sagt der OB: Oberbürgermeister Frederick Brütting ist angesichts der positiven Nachrichten aus den Ministerien hocherfreut: „Mit der nun vorliegenden Genehmigung haben wir einen historischen Meilenstein in diesem wichtigen Verkehrsinfrastrukturprojekt erreicht. Der Umbau des Bahnübergangs wird die Verkehrssicherheit sowohl für Fußgänger und Radfahrer als auch für Autofahrer deutlich erhöhen“. Zugleich dankte der OB den Abgeordneten Roderich Kiesewetter und Leni Breymaier für deren persönlichen Einsatz in diesem zeitintensiven Projekt. Ebenso sprach er allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren bei den Bundes- und Landesministerien, dem Regierungspräsidium, der Deutschen Bahn, dem Eisenbahn-Bundesamt und der Stadtverwaltung seinen Dank für die gute und konstruktive Zusammenarbeit in der jüngsten Vergangenheit aus.

Wie es jetzt weitergeht: Der Aalener Gemeinderat soll nun auf Grundlage des genehmigten Planwerks bereits im April 2022 über den Baubeschluss für das Unterführungsbauwerk und die damit zusammenhängenden Baumaßnahmen befinden. Erste Abbrüche von Gebäuden sollen laut Stadtverwaltung - sofern der Gemeinderat zustimmt - noch in diesem Jahr erfolgen.

Der Baubeginn: Mit dem Bau der Unterführung selbst rechnet die Aalener Stadtverwaltung im Jahr 2025. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist für 2029 vorgesehen.

Eine Unterführung soll künftig die Ulmer Straße mit der Alten Heidenheimer Straße vebinden. Diese neue Verkehrsachse mündet in der Alten Heidenheimer Straße in einen Kreisverkehr.

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