Walkstraße: Umbau ist beschlossen

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Ab Ende 2028 soll der beschrankte Bahnübergang Vergangenheit sein. Wann es losgeht.
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Ab Ende 2028 soll der beschrankte Bahnübergang Vergangenheit sein. Wann es losgeht.

Aalen. Wäre der Gemeinderatsbeschluss in einer Fernsehshow übertragen worden, dann hätte es am Donnerstag in der Aalener Stadthalle sicher ein Bühnenfeuerwerk mit viel Glitzer und Glitter gegeben. Denn endlich sind alle Hürden genommen für die Beseitigung des beschrankten Bahnübergangs in der Walkstraße. Der Gemeinderatsbeschluss fiel ohne Diskussion mit klarer Mehrheit, bei einer Gegenstimme. Laut OB Frederick Brütting beginnen die vorbereitenden Arbeiten bereits Ende 2022.

Gebäudeabriss: Im vierten Quartal 2022 werden fünf Gebäude abgerissen, um Raum zu schaffen für die Maßnahme.

Baubeginn kleiner Kreisverkehr: Im ersten Quartal 2024 soll der Straßenbau für den kleinen Kreisverkehr Alte Heidenheimer Straße/Hegelstraße beginnen.

Baubeginn Eisenbahnüberführung: Im 1. Quartal 2025 ist der Spatenstich für den Bau der Eisenbahnüberführung geplant.

Baustart für Unterführung: Ab dem 4. Quartal 2025 ist Baustart der Grundwasserwanne für die Bahnunterführung. Die Stadtverwaltung rechnet mit einer Fertigstellung des Projekts Ende 2028.

Ein Wermutstropfen: Seit der letzten Kostenberechnung im Jahr 2018 bis Februar 2022 ist laut Tiefbauamtsleiter Stefan Pommerenke mit einer Kostensteigerung von rund 25 Prozent zu rechnen. Aktuelle Berechnungen gehen von insgesamt mindestens 20,34 Millionen Euro aus. Und von weiteren Preissteigerungen sei auszugehen. Das jedenfalls hatte der Tiefbauamtsleiter Anfang Juni vor den Mitgliedern des Finanzausschusses prognostiziert.

Von Vorteil allerdings ist, dass das Projekt von einem neuen Bundesgesetz profitiert, das 2020 verabschiedet wurde. So wird das bisherige Kostendrittel der kreuzungsbedingten Kosten der Stadt von Bund, Land und Bahn getragen. Nach aktuellem Stand seien das insgesamt 16,9 Millionen Euro.

Dennoch bleiben nach derzeitiger Berechnung weitere 3,44 Millionen Euro an der Stadt hängen. Kosten, die im „Umfeld“ entstehen; beispielsweise beim Straßenbau von der Walkstraße bis zum künftigen Kreisverkehr in der Alten Heidenheimer Straße oder beim Bau des kombinierten Geh- und Radwegs. 

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