Warenkorb ist erstmals günstiger

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Die Mehrwertsteuer wurde befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 gesenkt. Der reguläre Steuersatz sank dabei von 19 Prozent auf 16 Prozent, der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent auf 5 Prozent. Das hatte Auswirkungen auf unsere Preisermittlung. Eine Verlängerung ist indes nicht in Sicht. Grafik: Carmen Apprich
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Seit 17 Jahren ermitteln wir, was bestimmte Produkte in Aalener Geschäften kosten. Beim letzten Mal gab es einen deutlichen Preissprung, das ist dieses Jahr ganz anders.

Aalen

Es ist ein Ausnahmejahr für uns alle. Auch für unseren Warenkorb. Erstmals in seiner 17-jährigen Geschichte wurde er günstiger. Zwar lediglich um 11 Cent, aber es zeigt trotzdem die Extreme in diesem Jahr der Pandemie. Allerdings: Es gibt auch Produkte, die teurer geworden sind.

Der Überblick: Prozentual den größten Sprung nach oben machte der Leberkäse. Um fast 19 Prozent haben sich die 100 Gramm verteuert – von 1,43 Euro auf 1,70 Euro.

Auf der anderen Seite gibt es die Äpfel deutlich günstiger. Sie machten den deutlichsten Sprung nach unten. Statt 2,50 Euro kosteten sie 2,25 Euro – ein Minus von zehn Prozent.

Verbilligt haben sich noch zwei weitere Produkte: der Kaffee und der Liter Super. Das Benzin schneidet übrigens auch im Zehn-Jahresvergleich sehr verbraucherfreundlich ab: rund 15 Prozent günstiger als noch 2010. Ansonsten ist es ebenfalls nur noch der Kaffee, der sich im Zehn-Jahresvergleich verbilligt hat.

Die bundesweite Tendenz der Verbraucherpreise

Prozentual hat sich der Preis unseres Warenkorbs dieses Jahr also um 0,2 Prozent verbilligt im Vergleich zum Vorjahr. Und wieder einmal stimmt die Tendenz mit dem offiziellen Verbraucherpreisindex für Deutschland überein. Im November 2020 ging der Verbraucherpreisindex um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. Zuletzt wurde im Januar 2015 eine so niedrige Inflationsrate beobachtet.

Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, sanken die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat Oktober 2020 deutlich um 0,8 Prozent. Ein Grund für die negative Inflationsrate war laut Angaben der offiziellen Statistiker weiterhin die zeitlich begrenzte Senkung der Mehrwertsteuersätze im vergangenen Jahr. Sie war als eine Maßnahme des Konjunkturpakets der Bundesregierung zum 1. Juli 2020 umgesetzt worden.

In diesen Monaten wirkte sie sich im Vorjahresvergleich dämpfend auf die Verbraucherpreise aus.

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