Warm Up zieht von Aalen weg

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Vor zehn Jahren ist Thomas Holzner mit seinem Motorradladen „Warm Up“ ins ehemalige Autohaus Maier an der Stuttgarter Straße gezogen.
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Motorradhändler Thommy Holzner baut in Westhausen eine neue Motorradwelt und verabschiedet sich von seinem Standort an der Stuttgarter Straße.

Aalen

Es ist ein kleines Mekka der Motorradwelt. Zumindest für die Aalener und etliche Motorradfreaks in einem Umkreis von etwa 60 Kilometern: Seit zehn Jahren hat Thomas „Thommy“ Holzner seinen Motorradladen „Warm Up Zweiradtechnik“ an der Stuttgarter Straße 100. Und hat damit in gewisser Weise die Tradition von Verkauf und Reparatur motorisierter Fahrzeuge an dieser Stelle fortgesetzt. Denn bis Ende 2009 war hier das VW-Autohaus Maier ansässig.

Nun scheint die Tradition des Fahrzeughandels an der Stuttgarter Straße bald beendet. Warm Up gibt seinen Aalener Standort in Aalen auf. „Unser Mietvertrag läuft zum 31. August dieses Jahres aus. Und wir haben uns schon vor etwa eineinhalb Jahren gegen eine Verlängerung und für einen Neubau in Westhausen entschieden, mit direktem Anschluss an die B29 und an die A7“, sagt Inhaber Thommy Holzner.

Umzug im Spätsommer

Im September oder Oktober - das ist abhängig vom Baufortschritt - möchte der 57-jährige gelernte Zweiradmechaniker seinen Warm-Up-Motorradladen dann im Neubau in Westhausens Gewerbegebiet in der Rudolph-Schieber-Straße 63 eröffnen. Der komplette Mitarbeiterstamm zieht mit um. Holzner: „Wir haben ein junges super-tolles Team. Das ist unser Kapital. Lauter motivierte Menschen, die Gas geben und mit denen es wirklich Spaß macht, etwas zu bewegen.“

Laut Holzner befindet sich der Neubau im Zeitplan. Am 28. März werden die Holzbauteile für die Halle geliefert, die dann vor Ort auf der Baustelle zusammengesetzt werden.

Die Motorradmarken bleiben dieselben: Warm Up bleibt Vertragshändler von Kawasaki und Triumph. Und profitiert damit vom Gebietsschutz. Die nächsten Triumph-Händler sitzen laut Holzner in Lindenberg im Allgäu, in Mannheim, Augsburg und Stuttgart. Ähnlich groß sei die Distanz zum nächsten Kawasaki-Händler.

Zu den Auflagen eines Vertragshändler zählt indes die Corporate Identity (CI), also der Auftrag, alle Vorgaben der Hersteller zu ihrem unverwechselbaren Erscheinungsbild umzusetzen und zu aktualisieren. „Allein in die Aktualisierung der CI von Triumph hätten wir in diesem Jahr 80 000 bis 100 000 Euro investieren müssen“, berichtet der Geschäftsführer. Und im kommenden Jahr wäre Kawasaki dran gewesen, mit einem Aufwand von 50 000 bis 80 000 Euro. Ein Vorteil des Neubaus in Westhausen sei nun auch, dass sich die Vertragshändler an der Neuausrichtung ihrer Corporate Identity finanziell beteiligen.

Mitten im Sanierungsgebiet

Und noch eine weitere Tatsache mag Thommy Holzner zu der Entscheidung für Umzug und Neubau bewegt haben: Denn sein Motorradladen Warm Up im ehemaligen Autohaus Maier liegt seit Kurzem mitten in einem Sanierungsgebiet.

Vor eineinhalb Jahren hat die Stadt Aalen öffentlich bekannt gemacht, dass sie für das Gebiet „Nordwestlich und südöstlich der Stuttgarter Straße, zwischen Brunnen- und Hofackerstraße“ einen neuen Bebauungsplan aufstellen will. Das Ziel: mehr Wohnbebauung im Sinne der Innenentwicklung und Nachverdichtung. Die Rede ist von drei- bis viergeschossigen Mehrfamilienhäusern, von Mehrgenerationenwohnen, grünen Innenhöfen und Spielstraßen.

Das Konzept sieht zwar im Süden des Gebiets entlang der Stuttgarter Straße auch weiter Gewerbe vor. Allerdings eher Büros und Dienstleister, die das Wohnen an der Aal nicht beeinträchtigen sollen.

Unser Mietvertrag in Aalen läuft um 31. August dieses Jahres aus.“

Thomas Holzner, Inhaber Warm Up
Der Motorradhändler Warm-Up verlässt seinen Standort an der Stuttgarter Straße in Aalen.

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